SVS-Coach Wettberg denkt nicht ans Aufhörer

Wettberg: "Werden uns auch noch in zwanzig Jahren begegnen"

Karsten Wettberg halten selbst viele Staus nicht von seiner Leidenschaft ab

SV Selingenporten - In zweieinhalb Wochen feiert er seinen 71. Geburtstag. Ans Aufhören aber scheint Karsten Wettberg, bis heute als „König von Giesing“ verehrt, nicht zu denken. Seit mittlerweile fast vier Jahren betreut der rüstige ehemalige Löwen-Coach nun den SV Seligenporten.

In zweieinhalb Wochen feiert er seinen 71. Geburtstag. Ans Aufhören aber scheint Karsten Wettberg, bis heute als „König von Giesing“ verehrt, nicht zu denken. Seit mittlerweile fast vier Jahren betreut der rüstige ehemalige Löwen-Coach nun den SV Seligenporten. Mit diesem stieg er im Sommer in die Regionalliga auf, darf sich nun unter anderem mit den Reserve-Teams der beiden großen Münchner Vereine messen.

So wie am vergangenen Samstag, als er Mehmet Scholl und dessen Bayern, die zuvor vier Spiele ohne Gegentor gewonnen hatten, ein 1:1 abtrotzte. Trotz des zweiten Tabellenplatzes bei nur drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Illertissen kann Wettberg über Fragen zu einem etwaigen Drittliga-Aufstieg nur müde lächeln. Betont er doch stets, dass alleine der Aufstieg in die Regionalliga nicht hoch genug einzuordnen sei „für eine kleine Gemeinde mit knapp über 1000 Einwohnern“. So seien auch die bislang verbuchten 35 Punkte „nur gegen den Abstieg“, erklärt er, die Tabelle bezeichnet er weiter „nur als Momentaufnahme“. In den nun folgenden drei Heimspielen „wollen wir die 40 Punkte voll machen“, so Wettberg, dann könne eventuell ganz vorsichtig der Blick nach oben gerichtet werden.

Die aktuelle Tabellenposition des SV Selingenporten ins nur eine Momentaufnahme

Wo auch immer der Weg des SVS in dieser Saison noch hinführen mag, es scheint derzeit schlicht unvorstellbar, dass der Verein in der nächsten Spielzeit mit einem anderen Trainer als Wettberg die Liga aufmischt.

Ob er es sich denn nehmen lassen könne, falls man nicht in die 3. Liga aufsteigt, im kommenden Spieljahr mit seinen „Klosterern“ noch einmal im umgebauten Grünwalder Stadion anzutreten, war er am Samstag gefragt worden. Irritiert stellte der unverwüstliche Routinier klar, fest davon auszugehen, dass „wir uns auch noch in zwanzig Jahren begegnen“.

Einzig die Fahrerei zehrt an den Nerven. Von Wettbergs Wohnort Mainburg bis nach Seligenporten sind es einfach 115 Kilometer. „Die ganzen Baustellen auf der A9 stellen schon einen Verlust an Lebensqualität dar“, berichtet er verärgert über unzählige Stunden, die er in diversen Staus verbringen musste.

Abhalten von seiner Leidenschaft wird sich der oft als „erfolgreichster Amateurtrainer Deutschlands“ gefeierte Wettberg davon aber gewiss nicht lassen. Schon gar nicht, wenn sein Team weiter so erfolgreich bleibt.

Dieser Artikel erschien auf der Amateurfußballseite des Münchner Merkur. Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autoren sind Reinhard Hübner und Matthias Horner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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