Rosenheim tankt Selbstvertrauen für Pokal-Halbfinale

Danijel Majdancevic setzte mit seinem verwandeltem Handelfmeter den Deckel drauf beim 2:0-Heimsieg.
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Danijel Majdancevic setzte mit seinem verwandeltem Handelfmeter den Deckel drauf beim 2:0-Heimsieg.

TSV 1860 Rosenheim - Gut gespielt, verdient gewonnen und Selbstvertrauen für das Pokal-Halbfinale getankt. Dieses Motto galt für den TSV 1860 Rosenheim, der am Nachmittag in der Regionalliga Bayern im heimischen Jahnstadion mit 2:0 (1:0) gegen die U23 des FC Augsburg gewann.

In einer durchaus lebhaften ersten Halbzeit fand die Kathrein-Elf gleich zu ihrem Spiel. Bereits in der 7. Minute gab es die erste gute Möglichkeit, als Dominik Haas nach Vorarbeit von Ludwig Räuber und Danijel Majdancevic aus der Drehung nur knapp verzog. Nach einer tollen Räuber-Flanke wurde Mario Staudigl anschließend in höchster Not gerade noch geblockt (19.), ehe spätestens in der 34. Minute die Führung hätte fallen müssen, als Haas und Majdancevic in der Mitte nur um Millimeter an einer Staudigl-Hereingabe vorbeirutschten. Sekunden später war es aber so weit: Nach einem hohen Ball köpfte Majdancevic die Kugel an den Körper von FCA-Innenverteidiger Maik Uhde, von dessen Arm der Ball zum 1:0 ins linke Eck prallte (34.). Da Augsburg bis dahin nur einmal nennenswert vors Tor kam (Marco Thiede verzog knapp/17.), war die Pausenführung der Sechziger verdient.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Fuggerstädter dann bis auf einen Kopfball von Christian Cappek (63./drüber) und einen Schuss von Maximilian Löw ans Außennetz (81.) zu harmlos, als dass sie den Sieg der Innstädter hätten gefährden können. Vielmehr fiel die Vorentscheidung bereits in der 61. Minute, als der nicht immer souveräne Schiesdrichter Danijel Darandik nach einem Handspiel auf den ominösen Punkt zeigte. Majdancevic ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zum 2:0. In der letzten halben Stunde ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen, spielten aber einige Konter nicht gut genug aus. Dennoch wäre Kapitän Michael Kokocinski in der Nachspielzeit nach einem schönen Spielzug fast noch das 3:0 gelungen.

„Meine Mannschaft hat heute ganz schlecht gespielt. Von daher ist das 2:0 für Rosenheim absolut in Ordnung, wobei es natürlich bitter ist, wenn du durch ein Eigentor und einen Elfmeter, den nur der Schiedsrichter gesehen hat, verlierst“, sagte FCA-Coach Dieter Märkle. 1860-Trainer Dirk Teschke war dagegen sehr erfreut: „Mir hat vor allem die Art und Weise gut gefallen, wie meine Mannschaft heute nach den vielen englischen Wochen über weite Strecken aufgetreten ist. Wir haben wieder viel investiert und von der ersten Minute an Siegeswillen gezeigt.“ Alles in allem war es ein absolut verdienter Dreier, der den Sechzigern Selbstvertrauen für das schwere Pokalspiel am Mittwoch beim FC Memmingen geben sollte (1. Mai, 17.30 Uhr).

von Martin Weidner

Quelle: fussball-vorort.de

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