Fürstenfeldbrucks Coach Dirk Teschke am Samstag zurückgetreten

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Gab am Samstag um 11 Uhr seinen Rücktritt beim Landesligisten SC Fürstenfeldbruck bekannt: Dirk Teschke. 

Fürstenfeldbruck - Beim SC Fürstenfeldbruck kehrt keine Ruhe ein, im Gegenteil. Die mangelnde interne Kommunikation, die finanzielle Schieflage sowie die permanente Kritik an seiner Person haben Landesliga-Coach Dirk Teschke am Samstagvormittag zum Rücktritt bewogen.

Am Samstag um 11 Uhr hatte Teschke kurzfristig eine Besprechung mit seiner Mannschaft vor dem unmittelbaren Trainingsstart im neuen Jahr einberufen. Er teilte seinen Spielern mit, dass er absofort nicht mehr ihr Anführer sei.

Teschke haderte lange mit sich selbst, denn er wollte seine Mannschaft in der schwierigen Phase nicht im Stich lassen, doch ein Artikel unter der Woche brachte das Faß zu Überlaufen. Ohne Rücksprache mit Teschke wurde der breiten Öffentlichkeit dort von den SCF-Verantwortlichen berichtet, dass spätestens ab der neuen Saison der jetzige Brucker U19-Coach Roberto Fontana in die Fußstapfen von Teschke treten werde. "Das passte ins Bild der letzten Monate", erzählt Teschke. "Ich bin ein Freund von ehrlichen Worten und stelle mich auch Situationen, in denen es nicht so läuft. Aber das war zu viel."

"Der Andi Staude war sowohl sportlich als auch menschlich einer der Eckpfeiler in unserem Team. Als es um den Verbleib von Andi ging, hatten es die Verantwortlichen aber nicht für nötig befunden, mich zu diesem Gespräch hinzuzuziehen. Das war ein klares Misstrauensvotum gegenüber meiner Person."

Teschke ist ein Intimkenner des SCF. Er durchlief nahezu schon jedes Amt in der Fußballsparte. Ende 2003 übernahm er die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga. Danach war er Abteilungsleiter und auch zum zweiten Mal Trainer der Ersten. Mädchen für alles war er während der gesamten Zeit ohnehin immer. Seit März 2009 schwung er wieder das Zepter des SCF in der Landesliga Süd. Die Zeit seines Trainerdaseins war vom Umfeld her so ruhig wie ein Dorf am Fuße eines ausbrechenden Vulkans.

Vor allem die finanziellen Sorgen verursachten bei Präsident Siggi Müller und Co Eckardt Lutzeier in schöner Regelmäßigkeit Schweißperlen auf der Stirn, und das bis heute. Dies belastet(e) auch die Arbeit von Trainer Teschke. Bestes Beispiel hierfür ist der Wechsel von Leistungsträger Andreas Staude zum Kreisligisten TSV Gilching jetzt im Winter. "Der Andi war sowohl sportlich als auch menschlich einer der Eckpfeiler in unserem Team. Als es um den Verbleib von Andi ging, hatten es die Verantwortlichen aber nicht für nötig befunden, mich zu diesem Gespräch hinzuzuziehen. Das war ein klares Misstrauensvotum gegenüber meiner Person", ärgert sich Teschke. "Genauso wurden im Winter Spieler verpflichtet, ohne dass ich davon wusste."

Insgesamt hatte Teschke ein gutes Verhältnis zu seinen Spielern und ihm machte die Arbeit Spaß, auch wenn der Start in die Saison nicht optimal verlief. "Alles in allem hatten wir nur einen echten Stürmer mit Christian Schmid und der hat sich unmittelbar vor dem Saisonstart schwer verletzt", resümiert er. "Aber wir haben uns spielerisch weiterentwickelt, die zweitbeste Abwehr, viele Talente eingebaut und ich hatte eine klare Philosophie. Schade, dass diese Zeit so zu Ende geht, aber das war notwendig und so ist halt der Fußball."

Dass Teschke immer 100 Prozent für den Verein gegeben hat, beweist auch die Tatsache, dass er den Großteil seines Trainersalärs immer mit großer Verzögerung bekommen hat, dies aber nie in die Öffentlichkeit trug. "Noch heute warte ich auf das November- und Dezembergehalt", so Teschke.

Quelle: fussball-vorort.de

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