2:1 – Tobias Strobl führt Pipinsried zum dritten Auswärtserfolg

Befreite Umarmung: Die Pipinsrieder Tobias Strobl und Dominik Sandner bejubeln ihre Koproduktion zum 2:0.
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Befreite Umarmung: Die Pipinsrieder Tobias Strobl und Dominik Sandner bejubeln ihre Koproduktion zum 2:0.

FC Pipinsried - Einer wirkte besonders stolz nach dem Pipinsrieder 2:1 (1:0)-Sieg beim FC Gerolfing: FCP-Spielertrainer Tobias Strobl. Der 24-Jährige stammt bekanntlich aus Ingolstadt.

von Horst Kramer

Viele Freunde und Bekannte des ehemaligen Regionalliga-Kickers hatten während des Matches den Spielfeldrand gesäumt. Und sie wurden Zeuge des dritten Auswärtssieges des FC Pipinsried in der noch jungen Landesliga-Saison. Während seine Mannen ihren Sieg schon lautstark in der Kabine feierten, nahm ein erschöpfter, aber überglücklicher Strobl die Glückwünsche seiner ganz persönlichen Fans entgegen.

Er hatte 90 Minuten harte Arbeit hinter sich. Das war einem Gegner geschuldet, der sich spielerisch deutlich stärker präsentierte als vor drei Wochen im Auswärtsspiel beim TSV 1865 Dachau. Gerolfings Trainer Torsten Holm suchte sein Heil in frühem Pressing. Der Dorfclub hatte damit in der Anfangsviertelstunde seine liebe Mühe. Dafür aber einen blendend aufgelegten Torwart Tobias Antoni, der gleich vier Einschussmöglichkeiten in den ersten 16 Minuten entschärfte. Wie man es richtig macht, zeigten die Gelb-Blauen mit ihrem ersten konsequent zu Ende gespielten Angriff: Dominik Schön durfte sich als Torschütze bejubeln lassen (18.).

Zur auffälligsten Gestalt vor der Halbzeit entwickelte sich indes der FCP-Spielertrainer: Jede Aktion der Pipinsrieder lief nun über Strobl. Der Coach holte sich hinten die Bälle, suchte immer wieder Doppelpasspartner und ging auch in die Spitze. Dominik Sandner hielt seinem Chef dabei den Rücken frei. Die Viererkette rückte zumeist weit auf, Pipinsried versuchte das Spiel nun in die Gerolfinger Hälfte zu verlagern. Mit wechselndem Erfolg, aber klaren Vorteilen für Gelb-Blau. Es war eine rasante Partie, die die 260 Zuschauer am Samstag in Gerolfing geboten bekamen, beste Landesliga- Kost. N

ach der Pause änderte der Pipinsrieder Spielertrainer Tobias Strobl die Taktik. Der FCP agierte nun mehr aus der eigenen Hälfte, Michael Funk ging in die Spitze. Mehrfach wurde der junge Augsburger von der Fahne des Linienrichters zurück gewunken, mindestens zweimal in äußerst strittigen Situationen (50./58.). Dann durfte auch Fernando Ernesto sein Glück versuchen (66.): Der Angolaner hat von seinen Wechselabsichten nach Landsberg Abstand genommen. Das 0:2 durch Dominik Sandner (70.) fiel indes nach einem ruhenden Ball. Eigentlich war die Partie gelaufen, zumal der beste Gerolfinger, Kais Manai, verletzt vom Feld gehumpelt war (55.).

„Warum wir das Match nicht in Ruhe zu Ende spielen können, verstehe ich nicht“, schüttelte Strobl hinterher den Kopf. Stattdessen fing sich seine Elf in einem Moment kollektiver Kopflosigkeit noch einen Gegentreffer (84.) – und musste in den Schlussminuten zittern. Der Pipinsrieder Vereins- Boss Konrad Höß klagte zwar nach dem Schlusspfiff pflichtgemäß über „die vielen Fehler, die wir machen“, er schien aber dennoch zufrieden zu sein. Geradezu glücklich wirkte seine Frau Kathi. „Nun können wir in aller Ruhe in den Urlaub fahren“, seufzte sie. Heute wollen die beiden für eine Woche nach Mallorca abdüsen.

Quelle: fussball-vorort.de

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