Trainer Ebner hört überraschend auf

„Mit dem Herz habe ich meine Entscheidung nicht getroffen“: Ebner Foto: Archiv

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring hat gewaltig an der Tür zur Bayernliga angeklopft, doch die Rückrunde war letztlich zu schlecht, um den großen Wurf zu landen.

Am vorletzten Spieltag erledigte sich auch die letzte Hoffnung auf die Relegation und nun zog Trainer Alexander Ebner beim Landesligisten seine Konsequenzen.

Am Donnerstagabend kündigte der Trainer überraschend seinen Rücktritt von seinem Amt nach der Saison an. Das Heimspiel gegen den SV Pullach (Samstag, 15 Uhr) ist Ebners Abschiedsvorstellung. Im März hatte Ebner schon für die kommende Saison verlängert, doch nun bat er nach dem Abschlusstraining vor dem letzten Spiel um die Entbindung von der Zusage. „Die Mannschaft braucht jetzt ein neues Gesicht von einem Mann, der unbelastet an die Vorbereitung heran geht.“

Ebner befürchtet, dass die Misserfolge der Rückrunde ihn und das Team in der Vorbereitung als zentnerschweren Rucksack begleitet hätten. Der scheidende Trainer der Unterföhringer betont, „dass ich und der Verein zusammen gepasst haben wie die Faust aufs Auge. Das bestätigt auch FCU-Präsident Franz Faber: „So einen Trainer bekommen wir nie wieder, der so mit uns allen hier zurecht kommt.“ Ebner betont auch, dass er nicht aus der Welt ist. Er möchte nicht ausschließen irgendwann in den nächsten Jahren wieder als Trainer in Neufahrn einzusteigen. „Mit dem Herz habe ich meine Entscheidung nicht getroffen, aber das jetzt war der beste Zeitpunkt“.

Während Ebner in den vergangenen Wochen etliche schlaflose Nächte hatte ob der Unterföhringer Krise im Schlussspurt, schlief von Donnerstag auf Freitag Franz Faber ganz schlecht. Der FCU-Chef wurde von dem Rücktritt ganz kalt erwischt. Er konnte auch noch nichts sagen über die nun beginnende Suche nach einem neuen Chef auf der Bank des Landesligisten, der nun die Qualifikation für die künftige Verbandsliga erreichen soll. An den scheidenden Coach richtet er keine Vorwürfe, „denn das hier bei uns war kein lockerer Job. Das ging an die Substanz und ich kann den Alex verstehen.“

Ebner appelliert unterdessen an die Mannschaft, noch einmal Gas zu geben und mit einem Sieg den dritten Platz einzutüten. „Das ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte und in ein paar Jahren soll dann dieser dritte und nicht der im schlechtesten Fall mögliche fünfte Platz in den Büchern stehen. Trotz einiger personeller Probleme hofft Ebner auf diesen Abschied, der nach seinem Rücktritt sicher kein fröhlicher sein wird.

Nico Bauer

FCU: Vidovic (Hadler) - Hutterer (Maraz), von Kolzenberg, Manzinger, Grund - Cetinkaya, Kain - Gebesci, Faber, Sperl - Siebler.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare