Schulz fehlt beim letzten Spiel - Revierderby von Schalke geht vor

Signal-Iduna-Park statt Stadion in Fürstenfeldbruck: Schalke-Fan Dennis Schulz (r.) verfolgt das Revierderby live. F: gleixner

TSV Eching - Echings Trainer Reiner Leitl sehnt den späten Samstag Nachmittag herbei. Dann haben sich er und seine Mannschaft in die Winterpause gerettet.

Sollte es davor beim SC Fürstenfeldbruck (Anpfiff um 14 Uhr) noch einen Sieg geben, würde der Aufsteiger wohl auf den Bayernliga-Relegationsplätzen neun bis 15 überwintern.

von nico bauer

Eching - Die Aussichten sind nicht die besten, was das Personal betrifft. Leitl leidet unter dem Bundesliga-Derby zwischen Dortmund und Schalke, das sich Dennis Schulz als Königsblauer live im Stadion ansieht. Für ihn rückt Enzo Potenza in die Innenverteidigung, Tobias Brand gibt den rechten Außenverteidiger. Der Sturm stellt sich nach der roten Karte für Peter Enckell von selbst auf. Leo Mayer kommt ins Team, Wechselalternativen sind so gut wie Fehlanzeige.

Fürstenfeldbruck war vor zwei Monaten noch Echinger Tabellennachbar, kann am Samstag seinen Aufwärtstrend mit dem Sprung unter die ersten acht Mannschaften krönen, die am Ende direkt in die Bayernliga Süd aufsteigen. Die Brucker feierten zuletzt drei Heimsiege in Serie gegen Unterföhring, Eichstätt und Schwabmünchen. „Die sind in allen Mannschaftsteilen etwas stärker als wir“, sagt Leitl. Den gravierenden Unterschied sieht Leitl in der Offensive, die in Eching eigentlich nur von Fabi Hrgota geprägt wird: „Wir spielen schön außen herum, aber vor dem Tor wird es dann mau.“ Leitl sieht aber durchaus Chancen auf einen Dreier, „wenn wir 90 Minuten konzentriert und klar spielen“.

In Kottern fiel ein Gegentor, weil sich Ferhat Serefliogullari im jugendlichen Leichtsinn verdribbelte, dieser Ballverlust hatte den Charakter eines Genickbrechers. „Da wollte er etwas Kasperlmäßiges machen“, schimpft Leitl und schlug vor, „einfach ganz banale Dinge zu machen.“ Auch der von Dennis Schulz verursachte Elfmeter liegt dem Trainer schwer im Magen: „Wenn du grätschst, dann musst du den Ball erwischen. Hätte er den Angreifer abgelaufen, wäre zu 80 Prozent nichts passiert.“ Könnte seine Elf die Kleinigkeiten abstellen, dann habe auch ein stärkeres Team Mühe, gegen Eching zu gewinnen.

In der Winterpause werden die Echinger keine großen Anstrengungen unternehmen, um den Kader zu verstärken. Leitl kann sich zwar vorstellen, dass der eine oder andere junge, preisgünstige Spieler kommt. Mehr geben die Vereinsfinanzen nicht her. Leitl freut sich viel mehr auf die gefühlten Neuzugänge Thomas Eckmüller und Michael Rödl, die nach langen Verletzungspausen die Qualität steigern. „Für den von uns angestrebten 15. Platz reicht das dann auch“, sagt Leitl.

Der Trainer plant, für das Frühjahr den Kader nach seinen Vorstellungen umzustrukturieren. Seinen eigenen Vertrag würde er gerne in Eching verlängern.

Aufstellung:

Kozel - Brand, Potenza, Edlböck, Josic - J. Hoffmann, Al-Hamawi - Serefliogullari, Sauer - Mayer, Hrgota.

Quelle: fussball-vorort.de

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