Matejka hofft gegen Löwen auf viele Zuschauer

War früher selbst ein Löwe: Heimstettens Kapitän Dominik Schmitt (r.). foto: Jürgen bollig

SV Heimstetten – Für das Bayernliga-Team des SV Heim-stetten spielt die Uhrzeit am heutigen Mittwoch eine ganz wichtige Rolle. Um 18 Uhr treffen die Heimstettener auf die in Bestbesetzung antretenden Profis des TSV 1860 München

von Matthias Vogel

Es ist ein echter Höhepunkt in der Karriere eines jeden Spielers, zumal einige der SVH-Akteure in der Jugend der Löwen das Handwerk erlernten und nun auf frühere Teamkollegen treffen.

Um 20 Uhr, also frisch geduscht nach Ende des Freundschaftsspiels im Heimstettener Sportpark, verlangt SVH-Coach Claus Schromm bereits wieder volle Konzentration von seinen Jungs; auf den Fußballalltag, und damit auf den Abstiegskampf in der Bayernliga. „Trotz des Sieges in Schalding-Heining stehen wir in der Tabelle unter dem Strich. Und der würde am Ende den Abstieg in die Landesliga bedeuten“, mahnt Schromm.

Seine Begeisterung über das gestrige U18-Länderspiel und den heutigen Vergleich mit den Löwen ist nicht ungebremst. Wegen der beiden Partien – der Rasen im Sportpark sollte geschont werden – hat der SVH das Punktspiel gegen den TSV Aindling auf den 6. April verschoben. „Das hätten wir gerne gespielt“, sagt Schromm. Nach dem Sieg vor eineinhalb Wochen sah er sein Team gut für das nächste Kellerduell der Baynernliga gerüstet.

Freilich steht er dem Löwenspiel grundsätzlich positiv gegenüber: „So eine Chance muss man wahrnehmen“, sagt der Coach. Auch er war vor seinem Engagement bei den Löwen tätig, trainierte lange Zeit die A-Junioren des Vereins. Er trifft auf alte Bekannte, zu denen auch Löwen-Cheftrainer Reiner Maurer und dessen Co-Trainer Alexander Schmidt gehören. „Unser Verhältnis war immer blendend, auch weil Maurer viel Wert auf das Miteinander der Trainer bei den Löwen gelegt hat.“ Ob der Bayernligist den Zweitligisten nicht ein wenig ärgern wolle? „Nein“, sagt Schromm, „so eine Vorgabe hätte etwas von Aggressivität und wäre deshalb fehl am Platz. Wir wollen hier ein flottes Spielchen bestreiten, in dem jeder meiner Spieler die Gelegenheit bekommt, zu spielen und sich zu zeigen.“

Zu verdanken haben die Heimstettener das Gastspiel des finanziell angeschlagenen Traditionsclubs dem Münchener Merkur sowie dem Flughafen München. Beide verlosten ein Testspiel gegen die Löwen und der SV Heimstetten war der glückliche Gewinner. Vielleicht war es sogar die letzte Chance für lange Zeit, die 60er als Profis vor die Brust zu bekommen. In gut einer Woche soll sich ja entscheiden, ob sie die Insolvenz und damit den Absturz ins Amateurlager abwenden können.

Die Eintrittskarte am heutigen Mittwoch kostet sieben Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder. „Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen“, sagt SVH-Manager Michael Matejka.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare