Tunjic soll nicht jubeln

Im Hachinger Trikot war Mijo Tunjic recht torgefährlich. Foto: Robert Brouczek

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching trifft am Samstag im Sportpark erneut auf altbekannte Gesichter. Dieses Mal wollen sich die Rot-Blauen das Spiel aber nicht von einem Ex-Hachinger verderben.

Im Spiel gegen den VfB Stuttgart II am sechsten Spieltag rannte ein Spieler in der 58. Minute wild jubelnd durch den Unterhachinger Sportpark und bekam Szenenapplaus von der Haupttribüne. Der Spieler war kein Akteur der Unterhachinger, die das Spiel mit 0:3 verloren. Sondern es handelte sich um Michael Vitzthum, der einst für die Hachinger spielte und bei seinem Treffer zum 1:0 kräftig von Freunden und Familie in der Haupttribüne als Torschütze für die Gäste lauthals gefeiert wurde. Diese Szene bei der ersten Drittliga-Niederlage in dieser Saison muss bei Claus Schromm hängengeblieben sein. Denn vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt sagt der Trainer über einen gegnerischen Angreifer: „Wir sind gewarnt und müssen dafür sorgen, dass ihm nicht das Gleiche gelingt wie Vitzthum.“

Der 43-jährge Fußballehrer meint damit Erfurts Stürmer Mijo Tunjic. Der 24-Jährige ist vor der Saison nach zwei Jahren bei Haching zu den Thüringern gewechselt. Allzu viel Torgefahr geht von dem Angreifer allerdings im Moment nicht aus. Tunjic, der für Unterhaching in 65 Pflichtspielen 19 Mal traf, ist bei dem seit vier Spielen erfolglosen Tabellenvorletzten noch nicht richtig angekommen. Wirklich gut soll es für den Angreifer bei den Erfurtern nicht laufen. So sieht das zumindest Florian Niederlechner, der in der vergangenen Saison mit Tunjic zusammen spielte. Zwar erzielte der Niederländer nach dem Abgang von Trainer Stefan Emmerling am neunten Spieltag beim 2:0-Erfolg gegen Saarbrücken unter dem neuen Trainer Alois Schwartz für Erfurt sein erstes Tor. Bei diesem einen mageren Saisontor blieb es jedoch. Auch sein Team konnte unter Schwartz danach nicht mehr gewinnen. Trotz des Negativlaufes der Gäste ist Schromm vor dem Duell jedoch alarmiert: „Wir gehen mit Demut an die Sache ran.“ an. Der Respekt bietet sich angesichts der schwachen Bilanz bei den bisherigen Duellen gegen den zweimaligen DDR-Meister von 1954 und 1955 an. Die vergangenen drei Begegnungen hat Haching verloren. rmf

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Quelle: fussball-vorort.de

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