FC Unterföhring: Fünf Platzverweise und bittere Pleite

Bis zur Pause läuft’s wie am Schnürchen: Albion Vrenezi (rot) sorgt allein für die Föhringer 2:0-Führung.
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Bis zur Pause läuft’s wie am Schnürchen: Albion Vrenezi (rot) sorgt allein für die Föhringer 2:0-Führung.

FC Unterföhring – Willkommen zurück im Abstiegskampf! Der FC Unterföhring gab am Samstag ein fast schon gewonnenes Match aus der Hand.

Nach dem 3:4 (2:0) gegen den SB/DJK Rosenheim ist der Bayernligist wieder nah dran an den Abstiegsrelegationsplätzen. Dieses Drama mit sieben Toren und am Ende fünf (!) Feldverweisen deutete sich so nicht an. Der FCU begann, dass Rosenheim Hören und Sehen verging. In den ersten vier Minuten hatte das Heimteam drei Torschüsse und der dritte hätte drin sein müssen. Alexander Hollering spielte Andreas Faber an, der freistehend am Torwart scheiterte.

Mitte der ersten Hälfte schwammen sich die Rosenheimer frei und hatten auch ihre gefährlichen Momente. Doch genau in diese Phase hinein schlugen die Unterföhringer mit Geniestreichen gnadenlos zu. In der 33. Minute zog Albion Vrenezi einfach mal ab aus 25 Metern und nagelte den Ball links oben ins Kreuzeck. Fünf Minuten später schickte der starke Stürmer Hollering Vrenezi steil und der macht ganz locker das 2:0. Doch dann wurde das eigentlich eindeutige Match richtig verrückt. Rosenheim bekam einen schnellen Elfer zum 2.1 (47.) und legte nach Martin Büchels postwendenden 20-Meter-Knaller ins Kreuzeck (48.) erneut zeitnah zurück (56.).

Die wirkliche Wende hatte ihren Ursprung in der 70. Minute, als Neuzugang Patrick Bohnsack wegen Meckerns die Gelb-rote Karte sah. In Überzahl rochen die Gäste ihre Chance und machten viel Druck. Mit diesem Engagement verdienten sich die Rosenheimer das Glück, das sie bei den beiden Toren in der Schlussphase hatten. Der Ausgleich war eine ziemlich humorlos ins Kreuzeck geköpfte Ecke (82.). Drei Minuten später war das 3:4 ein Zufallsprodukt nach einem in die Mauer geknallten Freistoß. Zum Finale brannten dann alle Sicherungen durch mit zwei doppelten Platzverweisen.

In der 88. Minute sah ein Rosenheimer Gelb-rot und Andreas Faber Rot, weil er ihm den Ball hinterher geworfen hat. In der 94. Minute lieferte sich Uwe Schlottner mit seinem Gegenspieler ein Handgemenge und auch da war zweimal Rot die Folge. Das bedeutet, dass der FCU kommende Woche im letzten Spiel vor der Winterpause zu seinen Verletzungsausfällen zwei gesperrte Stammspieler ersetzen muss.

Quelle: fussball-vorort.de

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