Unterföhring schießt sich unten raus

Grund zum Jubeln: Der FCU trifft gegen Affing sechs Mal ins Tor.
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Grund zum Jubeln: Der FCU trifft gegen Affing sechs Mal ins Tor.

FC Unterföhring - Vor acht Wochen waren die Unterföhringer Fußballer zum eigenen Erschrecken noch ein Hauptdarsteller im Abstiegskampf der Bayernliga. Am Samstag zeigte der FCU, dass er mit dem Tabellenkeller nichts zu tun haben will. Mit 6:1 (2:1) wurde der Vorletzte FC Affing zerlegt.

In der Anfangsphase deutete sich der unterhaltsame Fußballtag noch nicht an, weil die Gastgeber das Ganze eher wie einen Gaudikick angingen. Vor allem defensiv wirkte Unterföhring sorglos wie selten zuvor. Affing bekam Räume und konnte gefällig die Kugel laufen lassen. Das frühe 0:1 (9.) der Gäste nach einer schön anzusehenden Kombination war zu dem Zeitpunkt fast logisch. Das andere Gesicht des FCU ist aber das einer Offensive, in der fünf Mann jederzeit ein Spiel drehen oder entscheiden können.

Dieses Quintett rund um den Affinger Strafraum war für den Gegner in der Summe zu viel. Der Ausgleich von Leo Cucic in Minute zwölf war ebenso logisch wie der vorherige Rückstand und danach wackelte der Torwart der Gäste mehrfach bedrohlich. Einmal sah der Linienrichter ganz exklusiv eine Abseitsstellung. Wenn überhaupt, dann hätte man über eine Behinderung des Torwarts am Fünfmeterraum diskutieren können.

Kurz vor der Pause war der Ball dann aber noch einmal drin – und diesmal gab es nichts zu meckern. Sebastian Bracher hatte eine Ecke an die Strafraumgrenze gezogen und dort zeigte Ünal Tosun mit seiner Direktabnahme, wie schön Fußball sein kann. Eine der ältesten Fußballweisheiten lautet bekanntlich, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Der FCU kreierte am Samstag aber den Zusatz: „Es kann aber in drei Minuten entschieden sein.“

In der 57., 58. und 59. Minute ließen es die Unterföhringer richtig krachen mit Toren von Cucic, Fatjon Celani und Ünal Tosun. Alle drei Treffer waren sehenswert heraus gespielt. Es war aber auch deutlich zu sehen, dass Affing das alles viel zu schnell ging und so wurde der Vorletzte fein säuberlich in seine Einzelteile zerlegt. In der Nachspielzeit legte Ünal Tosun noch den sechsten Treffer nach. Die Krisenkicker aus dem Augsburger Hinterland waren damit auch noch gut bedient. Und der FC Unterföhring orientiert sich mit 24 Punkten wieder in Richtung obere Tabellenhälfte. Das Thema Abstiegskampf hat sich wohl bis zur Weihnachtsfeier erledigt.

Quelle: fussball-vorort.de

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