Unterföhring unterliegt im Derby

Endlich: Malcom Olwa-Luta, Florian Mayer und Torsten Walfort bejubeln das Siegtor für den FC Ismaning.
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Endlich: Malcom Olwa-Luta, Florian Mayer und Torsten Walfort bejubeln das Siegtor für den FC Ismaning.

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring steht unter Schock. Mit der 1:2-Niederlage im Derby gegen Ismaning ist der Abstiegskampf eröffnet. Dabei hatte man sich auf einen Festtag vorbereitet.

Die ganze Gemeinde hatte sich für einen Festtag gerüstet. Im ersten Ligaspielderby seit 35 Jahren wollte der FC Unterföhring den kriselnden Nachbarn FC Ismaning abschießen. Soweit der Plan. Heraus kam ein 1:2 (0:1) und damit steckt der FCU jetzt auch besorgniserregend tief fest im Abstiegssumpf. Unterföhring und Ismaning liegen in der Bayernliga- Tabelle nun dicht beisammen. Viel hatten sich die rund 450 Zuschauer von dem Derby der beiden Nachbargemeinden versprochen und wurden von Beginn an ziemlich enttäuscht.

Das Spiel hatte in den ersten 45 Minuten ein erschreckend schwaches Niveau, wobei von den Unterföhringern noch weniger kam. Die Hausherren überraschten im Tor mit dem jungen Norweger Vegard Petersen, über den auch Präsident Franz Faber nicht mehr wusste, als „dass er jung und schlank ist“. Aus einem Bauchgefühl heraus ging Trainer Walter Werner volles Risiko mit dem jungen Mann, der in der Heimat höherklassig in der Jugend gespielt hatte, aber eben noch nie im Herrenbereich. Das Debüt war durchschnittlich, denn der junge Mann bekam wenig Arbeit, und wenn, war meistens der Ball drin. Da waren die ersten eineinhalb Tore durch den Unterföhringer im Ismaninger Dress. In der 23. Minute drehte sich Manuel Ring in Gerd-Müller-Manier um den Gegner und traf rechts unten ins Eck. In der 43. Minute traf Manuel Ring gleich nochmal, doch der Pfiff des Schiedsrichters rettete Unterföhring. Der Linienrichter hatte eine zweifelhafte Abseitsstellung gesehen.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Match etwas besser, es kam auch das Heimteam auf. Nach einem Patzer von Tobias Grill lief Sebastian Bracher alleine aufs Tor und verstolperte mehr oder weniger (55.). Die nächste Szene brachte den verdienten Ausgleich. Andreas Faber traf mit einem tollen Freistoß den Pfosten. Im Nachschuss wuchtete Michael Kain die Kugel ins Netz. Die Unterföhringer wollten nun mehr, wechselten offensiv und wirkten am Drücker. In der 78. Minute holte FCI-Keeper Florian Preußer einen Schuss von Kain aus dem Kreuzeck. Und dann schlug das Pendel doch noch auf die andere Seite aus. Der Ball kam nach einer Ecke zwischen 15 Mann im Fünfmeterraum auf dem Boden auf und wurde letztlich durch Florian Mayer über die Linie gestochert. Dem FC Ismaning brachte das die ersten drei Ligapunkte.

Das sagen die Fans:

Stefan Gemperlein (51) Ingenieur aus Gröbenzell: „Das Spiel war extrem spannend. Der FC Ismaning war nicht überlegen, hat aber verdient gewonnen. Vor allem die Abwehr ist gut gestanden. Als Ismaninger Fan muss ich sagen, dass in den letzten beiden Spiele die Leistungen der Mannschaft besser waren. Aber diesmal hat das Ergebnis gestimmt.“

Heinz Sichort sen. (73) Rentner aus Moosach: „Ich bin maßlos enttäuscht, das war ein ganz schwaches Spiel. Der FCU hat auch meiner Meinung nach auf der einen oder anderen Position falsch aufgestellt. Unseren neuen Torwart kenne ich gar nicht. Der war eine Zumutung. Ich hoffe nicht, dass wir jetzt bis zum Saisonende gegen den Abstieg kämpfen müssen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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