FC Unterföhring will professionellere Strukturen schaffen

Bewährte Vorstandschaft: Den FCU führen (v.l.) Schriftführer Harald Scheuermann, 3. Vorsitzender Manuel Prieler, 2. Vorsitzender Stefan Wilmes, Vorsitzender Franz Faber, Jugendleiterin Berit Karsch, Kassier Andrew Bridger. Foto: Förtsch

Unterföhring - Sportlich läuft es optimal beim FC Unterföhring, der an das Tor zur Bayernliga anklopft. Parallel dazu ist die Vorstandschaft bemüht, schrittweise im Verein die Strukturen für gehobenen Amateurfußball zu schaffen. Nach der Jahreshauptversammlung arbeitet die Vorstandschaft unverändert an dieser Aufgabe.

Seit nunmehr vier Jahren ist der Vorsitzende Franz Faber im Amt und hat sein primäres Ziel erreicht. Er brachte nach zuvor etwas turbulenten Jahren die Einnahmen und Ausgaben wieder in den Einklang. Der Verein schrieb die schwarze Null und hatte ein ruhiges Jahr. Für die Aufreger sorgen die Unterföhringer lieber sportlich, denn die Meisterschaft in der Bezirksoberliga war der Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte.

Doch schon bald kann der Höhepunkt noch getoppt werden mit dem Durchmarsch in die Bayernliga. Faber registriert zufrieden, wie heiß die Mannschaft auf diesen Coup ist. Er betonte aber, dass die Meisterschaft in der Rückrunde kein Muss ist. Typisch Faber hatte er auch gleich frei nach Asterix den Spruch zur Lage auf den Lippen: „Wir sind die Gallier der Landesliga.“

Etwas ernster sind die Aufgaben neben dem Platz. Hier hat der FCU noch viel zu tun, um Strukturen für den gehobenen Amateurfußball - egal ob Landes- oder Bayernliga - zu schaffen. Der Zweite Bürgermeister Thomas Weingärtner erklärte, dass an ein neues Sportzentrum nur mittelfristig zu denken sei. Die Gemeinde habe die Notwendigkeit anerkannt, aber eine Umsetzung dauere einige Jahre. Der Verein gab dem Gemeindevertreter den Wunsch einer Rundumbande mit auf den Weg. Sollte der Bayernligaaufstieg gelingen, könnte die notwendig werden.

Intern hat der 505 Mitglieder starke Verein aber auch einiges zu tun. Faber betonte, dass die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden müssten. Der FCU müsse das Umfeld auf professionellere Beine stellen. „Uns fehlt es überall“, sagte der Vorsitzende, der mittelfristig auch als Unterbau eine komplette Jugend mit Mannschaften in Altersklassen erreichen will. Das wiederum hängt dann am künftigen Sportzentrum.

Der Technische Leiter Manuel Prieler war der letzte Unterföhringer, der immer in der Tabelle nach unten schielte. „Bei jetzt 45 Punkten brauchen wir nicht mehr vom Nichtabstieg reden“, sagte er. Prieler betonte, dass der Verein seine Kaderplanungen für die kommende Saison völlig unabhängig von der Ligazugehörigkeit mache. Die Jahreshauptversammlung machte deutlich, dass die Unterföhringer keinerlei Bereitschaft haben, verrückte Dinge zu tun.

Den Mitgliedern gefielen die Berichte, weshalb die komplette Neuwahl einstimmig erfolgte. Die Vorstandsmitglieder Franz Faber (1. Vorsitzender), Stefan Wilmes (2. Vorsitzender), Manuel Prieler (3. Vorsitzender und Technischer Leiter), Andrew Bridger (Schiedsrichter), Harald Scheuermann (Schriftführer) und Berit Karsch (Jugendleiterin). behielten allesamt ihre Ämter.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare