Unterhaching: Spitzenreiter eine Klasse für sich

Kein Durchkommen: Spitzenreiter Heidenheim blockt die Angriffsversuche der Hachinger, hier von Fabian Götze (im blauen Dress), geschickt ab.
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Kein Durchkommen: Spitzenreiter Heidenheim blockt die Angriffsversuche der Hachinger, hier von Fabian Götze (im blauen Dress), geschickt ab.

Unterhaching - Eine ordentliche Vorstellung der SpVgg Unterhaching war gegen den Spitzenreiter aus Heidenheim zu wenig. Die Hoffnung auf eine Wende nach der dritten Niederlage in Serie bleibt.

Gegen einen normalen Gegner hätte die ordentliche Leistung der SpVgg Unterhaching am Freitagabend gegen den 1. FC Heidenheim wohl gereicht. Nicht aber gegen den souveränen Spitzenreiter, der die Hachinger am Ende im Unterhachinger Sportpark mit 3:0 (2:0) dann doch standesgemäß schlug.

Die Enttäuschung über die dritte Niederlage in Folge hielt sich danach in Grenzen. „Heidenheim war eine Klasse stärker als alle anderen Gegner. Deswegen können wir das Spiel schnell abhaken“, sagte SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm. Es war nicht so, dass die Hachinger sich nicht schlecht anstellten. Gegen den Ligaprimus von der Schwäbischen Alb stellten sich die Hachinger in den ersten 20 Minuten sogar äußerst gut an. „Wir waren in den ersten Minuten nicht schlecht, sondern Haching hat es richtig gut gemacht“, gab Gäste-Trainer Frank Schmidt anerkennend zu. Lediglich die sich bietenden Chancen zur Führung wurden von den Hausherren ausgelassen.

Die Chance auf den Überraschungssieg war dahin. „Wenn wir gegen Heidenheim etwas reißen wollen, dann hätten wir mit 1:0 in Führung gehen müssen“, sagte Schromm. So ließ auf der Gegenseite der Tabellenführer seine Klasse aufblitzen und schlug nach zwei individuellen Fehlern der Gastgeber zweimal eiskalt durch Patrick Mayer zu (20./31.). Ohne die wesentlich bessere Mannschaft der ersten Hälfte zu sein, hatte Heidenheim das Spiel bereits vorzeitig so gut wie entschieden. Schromm und Teamchef Manuel Baum mussten in der Pause Aufbauhilfe leisten. „Der Halbzeitstand von 0:2 war eine bittere Pille. Wir mussten die Jungs wieder aufrichten.“

Zumindest ein Ex-Hachinger hatte in der zweiten Hälfte dann noch Grund zum Jubeln. Florian Niederlechner, bis vergangenen Winter noch Torjäger in Reihen der Hachinger, traf nach seiner Einwechslung mit dem ersten Ballkontakt zum entscheidenden 3:0 (68.). Aus Anstand vor seinem Ex-Klub fiel die Freude über seinen Treffer verhalten aus. „Ich habe mir vor dem Spiel vorgenommen, bei einem Tor nicht zu Jubeln. Ich habe Haching viel zu verdanken“, sagte der Stürmer, der zu Beginn der vergangenen Woche noch in der Hachinger Kabine auf einen Überraschungsbesuch vorbeigeschaut hatte.

Die Hachinger Hinrunden- Bilanz fiel trotz des jüngsten Formtiefs positiv aus. Die bis dato 27 Zähler sorgten für Zufriedenheit bei den sportlichen Verantwortlichen. „Wir hätten uns bei den Punkten schon einen Dreier vorne gewünscht. Aber hätten wir vor der Saison für die Hinrunde 27 Punkte angeboten bekommen, hätten wir sofort unterschrieben“, sagte Schromm. In den verbleibenden zwei Partien möchte man im Unterhachinger Sportpark wieder die Kurve bekommen. Und es vor allem besser machen als in den vergangenen drei Spielen, als viele individuelle Fehler insgesamt neun Gegentore kosteten.

„Wir haben die letzten Spiele hoch verloren. Jetzt gilt es, wieder zurück in die Spur zu finden“, sagte Innenverteidiger Jonas Hummels. Ein kleiner Lichtblick bleibt für die verbleibenden zwei Spiele: Auf die formschwachen Hachinger lauert in der kommenden Woche mit Chemnitz (16.) sowie die Woche drauf beim Jahresabschluss gegen Regensburg (15.) zumindest keine Spitzenmannschaft mehr.

Quelle: fussball-vorort.de

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