Verheerende Bilanz aufbessern

„In Hof lebt der Fußball“: FCI-Coach Schmöller (mit Assistent Muriqi) freut sich auf da Auswärtsspiel. Foto: Förtsch

FC Ismaning - Der SpVgg Bayern Hof ist es so ziemlich egal, wer kommt. Die oberfränkischen Kicker brauchen unabhängig vom Gegner Punkte, um in der Regionalliga nicht frühzeitig im Abstiegskampf den Anschluss zu verlieren.

Der FC Ismaning kommt da durchaus recht (Samstag, 14 Uhr), denn Frank Schmöller und seine Schützlinge haben gegen Hof oft schlecht ausgesehen.

„Kaum einer hat so eine verheerende Bilanz gegen Hof wie ich“, sagt Trainer Frank Schmöller. Das lässt sich auch in Zahlen belegen. Hof gewann diese Saison in Ismaning 1:0, wo der FCI dem Spielverlauf nach 5:0 hätte gewinnen müssen. In den beiden Spielzeiten gab es in Oberfranken jeweils 1:4-Klatschen und zu Hause Sieg und Unentschieden. Seit dem Sommer 2008 gewann Ismaning in neun Matches nur zweimal gegen die Gelb-Schwarzen und der letzte Auswärtssieg im nordöstlichsten Zipfel des Freistaats gab es mit einem 3:0 am 31. August 2003.

Es ehrt den Gegner, dass Frank Schmöller sich trotzdem auf die Busfahrt freut. „In Hof lebt der Fußball“, sagt der Trainer. Das Stadion hat Geschichte und der Verein schon viele große Schlachten geschlagen. Frank Schmöller, der trotz der hanseatisch rauen Schale ein Fußballromantiker ist, liebt solche Orte. Seine Mannschaft hat zuletzt auswärts in Würzburg (5:0) und Seligenporten (2:0) Zeichen gesetzt, aber zu Hause gegen den Hofer Abstiegskonkurrenten Augsburg II (1:2) das andere Gesicht gezeigt. Deshalb möchte der Coach nicht zu viel prognostizieren und flüchtet sich in Humor: „Wenn ich am Samstag sechs Richtige im Lotto voraussage und tippe, dann lade ich die Mannschaft zum Wintertrainingslager nach Dubai ein.“

Schmöller ist sich auch noch nicht sicher, ob er die Siegermannschaft von Seligenporten wieder so aufbietet. Er hält sich das Hintertürchen offen, den Spielern nach dem Abschlusstraining in die Augen zu sehen und bei diagnostizierter Müdigkeit kleinere Rotationen zu vollführen. Franz Hübl wird sich dennoch nach seiner Sperre wegen der fünften Gelben Karte hinten anstellen müssen. Unterdessen hat das Experiment sehr gut funktioniert, Thomas Bachinger auf die Zehn zu stellen. Der Kapitän machte nicht nur das zweite Tor in Seligenporten, sondern war auch sonst seiner Mannschaft eine große Hilfe. Uli Fries spielte deshalb links und Manuel Ring auf dem rechten Flügel. Diese offensive Dreierreihe arbeitete auch sehr gut nach hinten und hat deshalb maßgeblichen Anteil daran, dass die Ismaninger sehr kompakt standen und der Spitzenmannschaft von Seligenporten aus dem Spiel heraus keinen echten Torschuss ermöglichten.

(nb)

Aufstellung FCI: Rössl - Rodenwald, Knauer, Weiser, Negele - Buch, Häfele - Ring (Grujicic), Bachinger, Fries - Stijepic

Quelle: fussball-vorort.de

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