FCI verhindert Absturz auf letzten Platz

Erster Führungstreffer unter Trainer Grill: Robert Rakaric überwindet Seligenporten Torhüter Fabian Diez zum 1:0.
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Erster Führungstreffer unter Trainer Grill: Robert Rakaric überwindet Seligenporten Torhüter Fabian Diez zum 1:0.

FC Ismaning - 15 Spiele hatte der FC Ismaning vergeblich versucht, unter dem neuen Trainer Roman Grill ein Spiel zu gewinnen. Es gelang mit einem 3:1 gegen den SV Seligenporten.

Als nun der Abstieg längst feststand und der Blick bereits auf die neue Saison in der Bayernliga gerichtet war, raffte sich die Grill- Elf im letzten Saisonspiel gegen Karsten Wettbergs SV Seligenporten noch einmal zu einer echten Energieleistung auf. Robert Rakaric hatte den FCI erstmals unter Grill in Führung gebracht (39.), nachdem jedoch Marco Wiedmann für die „Klosterer“ ausglich (64.), schienen die Dinge ihren gewohnten Gang zu nehmen.

Der 18-jährige Angreifer Anthony Butge, der zuvor noch mehrfach beste Gelegenheiten teils kläglich liegen gelassen hatte, aber überzeugte durch unerschütterlichen Willen und wurde dafür mit dem erneuten Führungstreffer belohnt (71.). Zugleich gelang ihm damit beinahe Historisches, erzielte die Grill-Elf unter ihrem 47-jährigen Übungsleiter doch erstmals mehr als einen Treffer. Manuel Ring legte in der Schlussminute sogar noch einen drauf. Mit diesem 3:1-Heimerfolg vermied der FCI zudem immerhin der Absturz auf den letzten Platz. Dementsprechend entspannt zeigte sich Grill nach dem Schlusspfiff. Zum einen war er glücklich, noch wenigstens ein Regionalliga- Spiel mit einem Sieg beendet zu haben, zum anderen war ihm die Erleichterung anzumerken, dass diese, einem Alptraum gleichende, Spielzeit zumindest ein versöhnliches Ende gefunden hatte. Offen räumte der 47-Jährige ein, dass man, selbst wenn ein solches Erfolgserlebnis früher gelungen wäre, „schon viel Glück gebraucht hätte, um in der Liga zu bleiben“. Jetzt freue er sich „auf die neue Saison in der Bayernliga“ und wagte gar die optimistische Prognose, dort „oben mitspielen“ zu wollen. Allen voran gelte es nun jedoch zunächst, sich „zu konsolidieren“ und eine „schlagkräftige Truppe“ aufzubauen. Die Vorzeichen stünden durchaus günstig, bliebe die aktuelle Mannschaft doch laut Grill „zu achtzig Prozent zusammen“, ergänzt werde sie noch durch einige junge, hungrige, vor allem aber finanzierbare Talente. Trotz der demoralisierenden Resultate sei die abgelaufene Runde hilfreich gewesen, erklärte Grill, wüssten seine Spieler doch nun, „was Regionalliga- Fußball ist“. Zudem hätte er „erkannt, wer Perspektive hat“. Als „oberstes Kriterium“ aber führte er an, „dass das Ganze finanzierbar ist“, zumal es allen voran gelte, „die Strukturen zu verbessern“. Am 17. Juni beginnt die Vorbereitung auf die Bayernliga, die Mannschaft werde zu diesem Zeitpunkt stehen, so Grill. Präsident Hans Blößl hofft auf eine „sorgenfreie Saison“, aktuell bestünde der Kader aus „14, 15 Mann“, etwa 20 sollen es werden.

Traurige Heimkehr des Florian Wolf

Glücklich sah er nicht aus nach dem Abpfiff. Das lag aber vor allem daran, dass sein SV  Seligenporten soeben dem FC Ismaning im letzten Saisonspiel mit 1:3 unterlegen war. Drei Partien bestritt Florian Wolf zum Ende dieser Runde für Karsten Wettbergs „Klosterer“, bis zum Winter stand er noch in Diensten des FCI. Obgleich er zuvor fünf komplette Spielzeiten für Ismaning auf Torejagd gegangen war und zumindest jeweils 25 Einsätze verzeichnen konnte, bestritt er, dass es sich um ein besonderes Spiel gehandelt habe. Zu groß sei mittlerweile der Abstand nach dem hässlichen Ende einer bis dahin eigentlich recht harmonischen Beziehung. Im

Winter war 27-Jährige wie sieben seiner Mannschaftskollegen in Streik getreten, nachdem der

neue Trainer Roman Grill die beiden Kapitäne Thomas Bachinger und Bernd Häfele suspendiert

hatte. Das Ende der Geschichte ist bekannt. Wolf ist inzwischen Vater einer fünf Wochen alten

Tochter, sieht sie Dinge wesentlich entspannter. Er wolle nicht nachkarten, erklärte er, „was

passiert ist, ist passiert“, Fußball betrachte er ohnehin als Hobby. Dabei hatte Wolf durchaus unter Beweis stellen können, dass er der dezimierten Ismaninger Rumpftruppe im vergangenen Halbjahr gut getan hätte. Wie gewohnt gelang ihm nicht alles, er fiel aber durch unermüdlichen Einsatz auf und bereitete den Ausgleich der Gäste mustergültig vor.

Quelle: fussball-vorort.de

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