Vorbereitet auf den Wacker-Mix

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Wieder fit: Michael Rauch (re.) kehrt gegen Wacker Burghausen II zurück in die BCF-Viererkette. Der fehlen dennoch drei feste Größen: Christian Linder, Jakob Taffertshofer und wohl auch Lech Kasperek fallen aus.

BCF Wolfratshausen - Beim Gastspiel am Samstag in Burghausen muss BCF-Trainer Andreas Brunner seine Viererkette komplett umkrempeln. Am Willen der Wolfratshauser, sich ein weiteres Stück von der Gefahrenzone abzusetzen, ändern die personellen Belange nichts.

Ausgerechnet jetzt, da der Spielplan die Farcheter an den Inn schickt, liegt der Spielbetrieb im Profisektor brach. Die Länderspielpause verschafft den meisten bezahlten Fußballern bis hinunter zur Dritten Liga ein freies Wochenende. So auch dem SV Wacker Burghausen , der heute somit ohne langes Nachdenken den einen oder anderen seiner Vertragskicker an der U 23-Auswahl abstellen könnte, damit selbige aufgerüstet den Fight gegen die Flößerstädter aufnehmen kann. Das war zuletzt selten der Fall, weswegen die Wackeraner in der Tabelle einen beispiellosen Sinkflug hinlegten. Einst an der Spitze, stecken sie nach elf sieglosen Begegnungen mitten im Abstiegssumpf. Drei Unentscheiden 3waren das höchste der Gefühle in puncto Ausbeute.

Ungeachtet der Belange der ersten Wacker-Mannschaft, die von Ex-Nationalspieler Mario Basler trainiert wird, rechnet Andreas Brunner ohnehin mit einer Auffrischung aus dem Kader eins. „Sie erkennen sicher auch, dass sie absteigen werden, wenn sie so weitermachen.“ Der BCF-Trainer mutmaßt, dass die Elf von Mario Demmelbauer ohne die Zugabe von Profis „zu jung“ sei, um im dynamischen Landesliga-Treiben die erforderlichen Resultate zu liefern. Doch gleich, wer heute für die Gastgeber aufläuft: Brunner weiß, „was uns erwartet, und wir sind vorbereitet“.

Mit dem Ergebnis des Hinspiels wäre der 44-Jährige sicherlich zufrieden. Damals siegten die Farcheter durch zwei Treffer von Franz Fischer mit 2:1. Der Penzberger muss zurzeit allerdings verletzungsbedingt pausieren und ist zum Daumendrücken verdammt. Für Lech Kasperek ist die Zuschauerrolle derweil in absehbarer Zeit beendet. Ob es beim Kapitän schon an diesem Wochenende reichen wird, wollte Brunner noch nicht prognostizieren. Kasperek ist eine von drei festen Größen der BCF-Viererkette, die heute passen müssen. Die zweite Stammkraft, Christian Linder, bastelt an ihrem Fernstudium, während Jakob Taffertshofer einer schulischen Veranstaltung schweren Herzens den Vorzug geben muss. Ramazan Akgül und Thaddäus Jell rücken in die neu formierte Defensivreihe, flankiert von Tadokoro Shota und dem genesenen Michael Rauch .

Mit einem Dreier würde der Ballclub einen gehörigen Schritt aus dem Schlamassel machen. Nichtsdestotrotz glaubt Brunner, die hintere Tabellenhälfte lasse sich „nicht mehr auseinanderdividieren“. Der Abstiegskampf sei in keinem Falle ad acta gelegt. Die hinteren Teams seien durch die Bank qualitativ so gut, dass selbst „der Achte drei Spieltage vor dem Ende noch nicht gerettet sein wird“. Für Spannung ist also Woche für Woche gesorgt - nicht nur in Burghausen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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