Wackers Drittligaspieler schießen FC Ismaning ab

Muriqi: „Der Mokhtari hat mehr Bundesliga-Einsätze als bei mir die ganze Mannschaft zusammen Bayernliga-Spiele“
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Muriqi: „Der Mokhtari hat mehr Bundesliga-Einsätze als bei mir die ganze Mannschaft zusammen Bayernliga-Spiele“

FC Ismaning – Youssef Mokhtari ist es gewöhnt, vor mehr als 26 (!) Zuschauern zu spielen. Der bundesligaerfahrene Profi war gestern nur eines der prominenten Gesichter, die gegen den FC Ismaning ein Bayernligaspiel zur Wettbewerbsverzerrung machten.

Die Burghausener gewannen 5:2 (5:1) mit einer Aufstellung, die wohl jeden Bayernligisten an die Wand gespielt hätte. Youssef Mokhtari absolvierte seit 2011 stolze 61 Ligaspiele für Wacker Burghausen in der Dritten Liga und war zuvor in der Ersten und Zweiten Bundesliga Kaderspieler bei Greuther Fürth, MSV Duisburg oder 1. FC Köln. Gestern war es logisch, dass der 34-Jährige alleine den Unterschied machen würde.

„Der hat mehr Bundesliga- Einsätze als bei mir die ganze Mannschaft zusammen Bayernliga- Spiele“, nahm es auch der Ismaninger Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi mit Humor. Burghausen spielte mit der halben Drittliga-Mannschaft, damit im Abstiegskampf nur nichts schief geht. Mokhtari eröffnete den Torreigen auch in der 4. Minute und nach 26 Minuten stand es 4:0. In der Phase kamen die Ismaninger gar nicht in das Spiel hinein und hatten vor den großen Namen auf der gegnerischen Seiten riesigen Respekt. Ab Mitte der ersten Halbzeit schwammen sich dann die Gäste frei, kämpften und hatten auch spielerisch ordentliche Ansätze.

Muriqi: „Der Mokhtari hat mehr Bundesliga-Einsätze als bei mir die ganze Mannschaft zusammen Bayernliga-Spiele“

Der zwischenzeitliche 1:4-Anschlusstreffer war auch lehrbuchmäßig heraus gespielt. Nach einer schönen Kombination über Siebald, Schopper und Ring nagelte Markus Niedermann die Kugel unter die Latte. Kurz darauf traf aber noch einmal Burghausen, so dass es keine Diskussionen gab über den Ausgang des Spiels. In der zweiten Hälfte hielten die Ismaninger dagegen, gaben sich nicht auf und bewiesen Moral, auch wenn es diesmal keinen Blumentopf zu gewinnen gab. Manuel Ring gelang fünf Minuten vor Schluss noch das 5:2, als er mit einer Schuss-Finte einen Verteidiger aussteigen ließ und dann unhaltbar flach traf.

Die Ergebnisverkürzung in der zweiten Hälfte ist durchaus beeindruckend, weil Burghausen nie zurücksteckte und den Tabellenletzten liebend gerne hoch abgeschossen hätte. Die Körpersprache und die Aussagen der Burghausener Spieler machten deutlich, dass ihnen das 5:1 eigentlich nicht reichte und sie den 26 Zuschauern im Stadion gerne noch mehr geboten hätten. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Muriqi später. Gegen diese Burghausener Aufstellung sei nicht mehr dringewesen: „Da hätte es jeder Bayernligist sehr, sehr schwer gehabt.“ nb

Quelle: fussball-vorort.de

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