"Wahnsinnsspiel": Hasenhüttl stolz nach Derbysieg mit Ingolstadt

Jubel Freude nach Tor zum 0:1 durch Moritz Hartmann
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Jubel Freude nach Tor zum 0:1 durch Moritz Hartmann

FC Ingolstadt - Frust in Fürth, Aufbruchstimmung beim FC Ingolstadt: Neu-Coach Hasenhüttl gelingt in der 2. Liga ausgerechnet im Derby der erste „immens wichtige“ Sieg mit den Oberbayern....

FC Ingolstadt - Frust in Fürth, Aufbruchstimmung beim FC Ingolstadt: Neu-Coach Hasenhüttl gelingt in der 2. Liga ausgerechnet im Derby der erste „immens wichtige“ Sieg mit den Oberbayern.

Der erste Sieg im zweiten Spiel unter seiner Leitung löste bei Ralph Hasenhüttl mehr als Erleichterung aus. Das „Wahnsinnsspiel“, das der FC Ingolstadt beim überraschenden 1:0 (1:0) im bayerischen Fußball-Derby beim Aufstiegskandidaten Greuther Fürth abgeliefert hatte, könnte ein Wendepunkt in einer bislang verkorksten Zweitliga-Saison sein. „Dieser Sieg war immens wichtig für jeden von uns“, bewertete der neue FCI-Trainer die Ereignisse am Freitagabend.   

Mit dem dritten Saisonsieg, den Moritz Hartmann bereits in der 10. Minute herausschoss, schaffte Ingolstadt ein wichtiges Lebenszeichen im Tabellenkeller. Hasenhüttl beglückwünschte seine Mannschaft und hob die Attribute hervor, die entscheidend für den Erfolg gewesen seien. „Wir haben gesagt, wir kommen da unten nur raus, wenn wir viel investieren, Leidenschaft und Laufbereitschaft zeigen. Mein Team hat 120 Kilometer abgespult, neun mehr als im vergangenen Spiel“, sagte der Nachfolger des glücklosen Marco Kurz. Daran müsse man anknüpfen: „Wir brauchen diese Erfolgserlebnisse.“   

Das Spiel in Fürth kam offensichtlich zum richtigen Zeitpunkt. Denn der Bundesliga-Absteiger durchlebt gerade ein Tief. Die Franken mussten bereits die dritte Niederlage nacheinander verkraften, was schwerfiel. „Wir haben uns das Spiel natürlich anders vorgestellt“, erklärte Trainer Frank Kramer enttäuscht.   

Die Schüsselszene vor 10 025 Zuschauern war aus Sicht der Gastgeber das Gegentor von Hartmann. Den Schuss ins kurze Eck hätte Fürths Schlussmann Wolfgang Hesl parieren müssen, doch er ließ den eigentlich alles andere als gefährlichen Ball ins Netz rutschen. „Das war ein Bock, der mir nicht passieren darf“, sagte Hesl selbstkritisch. Es war ein Patzer mit Folgen, wie der Torwart selbst meinte: „Der Fehler hat sich auf die ganze Mannschaft übertragen, sie war verunsichert.“   

Auch Kramer stellte fest, dass seine Mannschaft nach dem „frühen Nackenschlag“ des 0:1 „nicht gefestigt aufgetreten“ war und sich erst in der zweiten Spielhälfte langsam in die Partie reinbeißen konnte. Von spielerischer Leichtigkeit war bei den Franken aber auch da wenig zu spüren. „Die Chancen, die wir hatten, waren gut, wir haben sie uns aber erzwungen“, bemerkte Kramer. Auch Ingolstadt hätte auf 2:0 erhöhen können.   

Hasenhüttl konnte sich neben seinen ersten Punkten mit den Ingolstädtern auch über eine größere defensive Stabilität freuen. „Lange Zeit haben wir gar nichts zugelassen“, sagte er zufrieden. Einige „dumme Ballverluste“ hätten Fürth am Ende hoffen lassen, aber auch die Rote Karte für Almog Cohen in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels änderte nichts mehr am Ingolstädter Schlussjubel.

Quelle: fussball-vorort.de

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