Weingartner: Wir sind wie Borussia Dortmund

Volker Weingartner ist mit dem BC Aichach dem Plan schon voraus.
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Volker Weingartner ist mit dem BC Aichach dem Plan schon voraus.

BC Aichach - Bei Volker Weingartner wird das Relegationsspiel gegen Augsburg eine schwierige Angelegenheit. „Ich sehe das durch die Regions-Brille, lieber wäre es mir, wenn sich beide Vereine oben treffen könnten,“ erklärt der Präsident des BC Aichach seine Zerrissenheit.

von Thomas Gröbner

Ein „zweigeteiltes Herz“ schlage in seiner Brust, diagnostiziert Volker Weingartner. Das lässt Kardiologen vermutlich aufspringen, aber Entwarnung – zum einen ist der 42-Jährige quietschfidel, zum anderen ist dieses Krankheitsbild nur eine vorübergehende Erscheinung, ausgelöst durch eine schnauzbärtige Losfee des bayerischen Fußallverbands bei der Relegationsauslosung, die just die beiden Nachbarn BC Aichach und Augsburg II am Mittwoch ins Duell um die Regionalligazugehörigkeit schickt.

„Ich sehe das durch die Regions- Brille, lieber wäre es mir, wenn sich beide Vereine oben treffen könnten,“ erklärt der Präsident des BC Aichach seine Zerrissenheit. Zwar sei die zweite Mannschaft des FC Augsburg der sportlich schwierigste Gegner, aber andererseits auch der attraktivste. Und weil die Verantwortlichen im Verband das Spiel nicht nur als interessant, sondern als brisant einstufen, haben sie es zum Risikospiel erklärt.

Und wieder stand Weingartner vor einer Entscheidung: Das Heimrecht aufgeben und ins größere Augsburger Rosenaustadion ziehen, das ja vom Verein als Spielort für derartige Gefahrenspiele erkoren wurde, oder im eigenen Stadion den sportlichen Heimvorteil zu nutzen und eventuell auf Geld aus dem Ticketverkauf verzichten? Es ist natürlich nicht das Gäste- sondern das Wohnzimmer geworden. Die Favoritenrolle schiebt der Präsident und Sponsor des BC Aichach den Augsburgern zu, seine Mannschaft sieht Weingartner in einer ähnlichen Position wie Borussia Dortmund im Champions- League-Finale, „hoffentlich geht es nicht genau so aus“, scherzt er.

Druck zu gewinnen gibt es in Aichach keinen, schließlich lautet die Strategie, in zwei bis drei Jahren aufzusteigen. Im Moment arbeitet Weingartner die Sicherheitsauflagen ab, um aus dem Risiko-Spiel ein Fußballspiel zu machen. Aber allein die winterlichen Temperaturen sollten allzu heißes Fan- Blut kühlen. Und danach kann auch Weingartners Herz wieder so schlagen, wie es schon lange schlägt. Für seinen BC Aichach.

Quelle: fussball-vorort.de

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