FC Pipinsried: Höß plant nur bis Weihnachten mit Schäfer 

Fährt 1800 km quer durch die Republik: Christian Weiser, derzeit Praktikant in St. Pauli, hilft beim FCP aus. kra

FC Pipinsried - Auch in der Woche zwei nach dem Abgang des Spielertrainers Roland Baumgärtner ist das Trainer-Thema noch nicht durch.

Vereinsboss Konrad Höß ließ verlauten, dass er den vom Co- zum Chef-Trainer beförderten Jürgen Schäfer nur bis Weihnachten mit der Mannschaftsführung betrauen wird und zwischenzeitlich nach neuen Lösungen sucht.

„Ich habe damit kein Problem“, erzählt Schäfer, „es ist doch verständlich, dass der Conny sich umschaut. Doch wenn ich meine Arbeit gut mache und Erfolg habe, muss ich mir keine Sorgen machen.“

So ganz scheint der Scheyerner die Hoffnung auf ein Dauer-Engagement beim Dorfclub noch nicht aufgegeben zu haben. Wichtig ist natürlich erst einmal das Spiel am Sonntag (17 Uhr/Pipinsried-Arena), nicht nur den FCP, auch für Jürgen Schäfer geht es um Punkte. Der Gegner wird der TSV Kottern sein. Die Mannschaft aus dem Kemptener Umland hat am vergangenen Wochenende den Tabellenvierten VfB Eichstätt mit 2:0 weggeputzt. Die Allgäuer stehen momentan auf Rang neun, haben zwei Punkte weniger als der Tabellenachte, der FC Pipinsried.

„Ein sehr ambitionierter Verein und ein sehr starkes Team“, schätzt FCP-Coach Schäfer die Gäste ein. „Sie verfügen über einige Schlüsselspieler wie Patrick Wachter im Sturm oder Sinan Yilmaz in der Zentrale“, hat der 46-Jährige erkannt. Außerdem erinnert er sich noch gut den Kotterner Keeper, den 21-jährigen Martin Gruber, der beim letzten Aufeinandertreffen der Pipinsrieder mit den Allgäuern überragend gehalten hatte. Also alles andere als eine leichte Aufgabe also, die die Gelb-Blauen am Sonntag erwartet.

Zumal einige ihrer Stützen fehlen werden: Manfred Leidenberger und Markus Hanusch sind nach wie vor verletzt, Yilmaz Kinaci ist wieder einmal krank und mit Torwart Johannes Steiner ist frühestens im November wieder zu rechnen.

Überraschenderweise haben sich zwei der Hößschen Neuverpflichtungen in den Urlaub verabschiedet: Der Ex-Heimstettener Arthur Kubica steht nicht zur Verfügung, und der frühere Rosenheimer Erkan Atilgan ist in die Türkei geflogen. Der Trainer scheint darüber nicht sonderlich erfreut, berichtet stattdessen lieber Positives: Abwehr-Ass Christian Weiser steht ihm am Sonntag zur Verfügung. „Ich habe ihn letzte Woche angerufen und von den Problemen berichtet“, erzählt der Übungsleiter, „und Christian hat sofort zugesagt zu kommen.“

Der frühere Bayernliga-Spieler arbeitet zurzeit als Praktikant beim FC St. Pauli in Hamburg und muss für die Partie gegen Kottern immerhin zweimal quer durch Deutschland fahren, rund 1800 Kilometer. „Ein echter Lichtblick“, freut sich Schäfer. Ein weiterer ist, dass Michael Funk in der abgelaufenen Woche wieder ins Training einsteigen konnte. „Er wird wieder im Aufgebot stehen“, so der Coach, er stellt dem Goalgetter sogar einen Kurzeinsatz in Aussicht. Alles in allem ist Schäfer optimistisch: „Wir haben einen starken Kader und können jeden Ausfall ausgleichen. Außerdem spielen wir zu Hause und da kann das Ziel nur lauten: Die drei Punkte müssen in Pipinsried bleiben.“ Sein Boss wird die Botschaft gerne vernehmen, zumal der Markt an verfügbaren Spielertrainern, die ins Pipinsrieder Budget passen, im Augenblick überschaubar ist.

(kra)

Quelle: fussball-vorort.de

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