Wenn mal nichts geht, dann zaubert eben Tosun

Ballkünstler: Ünal Tosun (Mitte) hört auf den Rat seines Ex-Trainers Harry Deutinger und wechselt zum FCU. Foto: mic

Unterföhring - Wenn einmal nichts geht, dann kommt eben Ünal Tosun. Beim jüngsten Sieg des FC Unterföhring war es deshalb fast logisch, wie die Gastgeber in Führung gingen.

Der aufopferungsvoll verteidigende Bayernliga-Letzte TSV Aindling stellte den FCU eben nur so lange vor Probleme, bis das türkische Fußballgenie einen Freistoß über die Mauer ins Kreuzeck hob. Es sah so spielerisch leicht aus, weil es einfach perfekt war.

Zwei Tage vor Ende der Wechselfrist hatte ihm die SpVgg Unterhaching den Laufpass gegeben. Das akzeptiert Tosun: „Das macht dann keinen Sinn, wenn der Verein nicht mehr auf dich setzt.“ Der erste Kontakt ging Richtung Heimstetten, doch der Regionalligist war in den Augen des 20-Jährigen nicht der richtige Ort für den Neustart: „Es bringt mir dann auch nichts, bei einem 40-Mann-Kader auf der Bank zu sitzen.“

Für Unterföhring entschied er sich, „weil ich zu einem Verein gehen wollte, wo ich wirklich gebraucht werde.“ Außerdem sagt der Offensivkicker, dass ihm sein ehemaliger Trainer Harry Deutinger einen Wechsel nach Unterföhring empfohlen habe. Der Wechsel zum Bayernliga-Aufsteiger bedeutet für Ünal Tosun aber noch lange nicht das Ende des Traums vom Beruf Fußballprofi. Aus Unterhaching nimmt er selbstbewusst die Erkenntnis mit, „dass ich im Training gegen den Drittligakader nicht unter gegangen bin. Ich muss nur körperlich noch etwas aufbauen.“ Er betont auch, sich selbst verbessern zu wollen.

Den Wechsel in eine höhere Liga würde ihm beim FC Unterföhring wohl niemand verübeln. „So ein Spieler dürfte nicht länger als dieses eine Jahr zu halten sein“, sagt auch offen der Technische Leiter Manuel Prieler. Angesichts der konstant überragenden Leistungen dürften die guten Angebote nur eine Frage der Zeit sein.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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