Pipinsried: Auf das Wesentliche konzentrieren

Jubelnde Pipinsrieder Fußballer (im Bild Michael Holzhammer und Markus Hanusch) hat es in der Landesliga schon lange nicht mehr gegeben. Das soll sich am Sonntag im Heimspiel gegen Eichstätt ändern. Foto: Fastl

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried will am Sonntag mit einer Woche Verspätung das Punktekonto in der Fußball-Landesliga aufstocken. Um 15 Uhr gestiert der VfB Eichstätt in der FCP-Arena.

Der Gast wird in der Tabelle momentan auf Platz sieben geführt, steht eigentlich aber auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.

Die Hoffnung der Pipinsrieder, der VfB Eichstätt könnte wegen des drohenden Abzugs von sechs Punkten durch das zuständige Sportgericht (siehe Kasten auf dieser Seite) abgelenkt sein, ist allerdings nicht sehr groß. FCP-Boss Konrad Höß befürchtet sogar einen Motivationsschub für den kommenden Gegner: „Die Eichstätter sind super aus den Startlöchern gekommen, haben nach der Winterpause sechs von sechs möglichen Punkten geholt. Sollten ihnen diese, und danach schaut es ja aus, am grünen Tische wieder abgenommen werden, dann werden sie sicherlich mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch die kommenden Aufgaben in Angriff nehmen.“

Der Pipinsrieder Präsident beschäftigt sich allerdings nur am Rande mit den VfB-Kickern, es hat sich beim Lampl im wahrsten Sinne des Wortes einen Wolf geredet, um die Seinen auf das „lebenswichtige Match am Sonntag“ einzustimmen. „So heiser wie nach dem Klubabend am Donnerstag war ich schon lange nicht mehr“, so Höß. „Aber es wird immer schwerer, die Begeisterung so zu transportieren, dass auch die jungen Leute vom Fieber angesteckt werden.“

In personeller Hinsicht hat sich beim FC Pipinsried in der zurückliegenden Woche nicht viel getan. Nicht im Kader stehen neben den Langzeitverletzten auch diesmal Dominik Sandner, Süleyman Uzun und Thomas Richter. Wieder dazugestoßen ist hingegen Martin Finkenzeller, er hat, allerdings mit angezogener Handbremse, wieder mittrainiert. Höß erzählt: „Er hat einen drei Millimeter langen Anriss im Meniskus, aber der Arzt meinte, das könnte schon wieder gehen.“

An das Hinspiel (1:1) im vergangenen August denken die Pipinsrieder mit gemischten Gefühlen zurück. Zwar bot der FCP damals beim Vize der vorangegangenen Saison eine starke Leistung, allerdings verletzte sich in diesem Spiel der seither schmerzlich vermisste Kapitän Sebastian Pummer so schwer, dass er seither nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Das hat uns die Freude über das Remis vermiest“, erinnert sich Höß, der damals einen Mann mit einem Sonderlob bedachte: „Johannes Steiner hat uns in Eichstätt vor einer Niederlage bewahrt.“

Mittlerweile hat sich Steiner seinen Stammplatz im Pipinsrieder Kasten zurückerobert, er wird auch am Sonntag im Rückspiel das Tür des FC Pipinsried hüten. Held Nummer zwei beim FC Pipinsried war damals Michael Funk , der erst kurz zuvor eingewechselte FCP-Joker erzielte kurz vor Schluss das 1:1 für den über weite Strecken gleichwertigen Gast aus dem Dachauer Hinterland.

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Quelle: fussball-vorort.de

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