Wieder ein Grund zum Feiern?

Seine Auswechslung brachte im Spiel gegen den SV Raisting die Wende zum schlechteren: Christian Adrianowytsch (rechts). Ob der Pipinsrieder Innenverteidiger am Samstag spielen kann, ist ungewiss. Foto: kra

FC Pipinsried - Pipinsrieds Chef Konrad Höß hat die Affäre um Schiedsrichter Philipp Rommelsbacher erfolgreich abgeschlossen und fordert jetzt von seinen Mannen die gleiche Hartnäckigkeit im Punktspiel bei der TSG Thannhausen (Samstag, 14 Uhr).

Wenn die Partie des FC Pipinsried in Thannhausen abgepfiffen wird, dann will Konrad Höß gleich dreierlei feiern: Drei Punkte, eine Wende zum Besseren und seinen juristischen Erfolg in der Causa Rommelsbacher gegen Ernesto.

Seit gestern liegt dem FCP-Boss der Strafantrag des BFV-Anklägers Friedrich Reisinger vor. Der Verbandsanwalt fordert eine Sperre „wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter“ vom 5. bis einschließlich 18. November. Ein Urteil, mit dem Höss gut leben kann. „Dass Fernando Ernesto sich unsportlich verhalten hat und nach dem Schlusspfiff den Schiedsrichter beschimpft hat, steht außer Frage. Das gehört sich nicht, die Strafe ist gerechtfertigt.“ Der juristisch versierte Höß - wie immer auch in dieser Sache von seinem Sohn Reinhold unterstützt - weist indes auf eine Passage in der Schrift hin, in der es im Amtsdeutsch heißt: „Nach Auswertung der Stellungnahme des FC Pipinsried und (…) des Schiedsrichters mit den (…) Zeugenaussagen von neutralen Personen bestehen für den Verbandsanwalt erhebliche Zweifel, ob durch den Spieler Fernando Ernesto ein Angriff mit dem Zeigefinger gegen den Kehlkopf (des Schiedsrichters/Anm. d. Red.) erfolgte.“

Mit anderen Worten: Der Verbandsanwalt glaubt dem Schiedsrichter nicht. Ein Desaster für Rommelsbacher, ein grandioser Erfolg für Höß. Was man auch an der Art der Strafe sieht, meint der FCP-Boss: „Ernesto ist nicht für eine bestimmte Anzahl von Spielen gesperrt worden, sondern nur für einen Zeitraum.“ In den könnten zwei Punktepartien fallen. Oder auch nicht - je nach Wetterlage im November. In Thannhausen darf der Angolaner auf jeden Fall ran. Höß erwartet nun, dass sich dort das gesamte Team als ebenso hartnäckig erweist wie er selber vor Gericht. „Dieses Spiel könnte die Wende bringen“, orakelt der 71-Jährige. Ein Erfolgserlebnis würde die Kräfte freisetzen, die in der Mannschaft eigentlich stecken, hofft Höß. Nicht zuletzt wünscht sich der Vereinschef einen Sieg für seinen Trainer: „Strobl setzt sich unwahrscheinlich ein, hinterfragt sich aber auch ständig. Er ist ein absolutes Vorbild.“

Und Strobl ist wissbegierig: „Ich bin für jede Kritik dankbar und sauge sie förmlich auf“, erzählt er der Heimatzeitung: „Als junger Trainer muss man beständig dazu lernen. Klar, dass ich noch Fehler mache.“ Zum Beispiel ist der Ingolstädter über seine Wechsel vom vergangenen Sonntag nicht mehr glücklich, als er beim Stande von 2:1 einen (wirkungslosen) Stürmer Yilmaz Kinaci für einen (angeschlagenen) Verteidiger Christian Adrianowytsch brachte. „Das würde ich nicht mehr machen“, meint Strobl jetzt.

Ob sein Abwehrhüne heute auflaufen kann, war gestern noch ungewiss. Der Student laboriert schon seit Wochen an Muskelproblemen in der linken Wade. Markus Hanusch, sein zeitweiliger Innenverteidiger-Kollege, ist indes ebenfalls angeschlagen. Dafür wird Michael Holzhammer die Reise in Augsburgs Westliche Wälder antreten können, wo die TSG Thannhausen zu Hause ist. Die Schwaben liegen zurzeit auf einem enttäuschenden elften Rang. Alle Aufstiegsträume sind geplatzt. „Ein gefährlicher Gegner“, warnt Strobl und verlangt: „Von allen Spielern 120 Prozent über 90 Minuten.“

Quelle: fussball-vorort.de

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