Wieder spätes Elfmetertor gegen den FCP

Diszipliniert im Abwehrverhalten und konzentriert bei seinen Vorstößen in die Spitze: Stefan Horky hat einen Platz in der Stammelf des FC Pipi nsried sicher. Foto;: hab

FC Pipinsried - Wenn ein Kellerkind bei einem Topteam ein Unentschieden holt, sollte das für den Underdog eigentlich ein Grund zum Feiern sein. Doch diesmal war alles anders.

von rolf gercke

Pipinsried – Noch lange nach dem Schlusspfiff trauerten die Gäste einem schon sicher geglaubten Dreier nach. „Ich weiß nicht, warum die Schiedsrichter gegen uns in der Schlussphase der Partie immer wieder unberechtigte Elfmeter pfeifen“, schimpfte FCP-Boss Konrad Höß nach dem Match. Dieser habe, so Höß, fast noch mehr weh getan als jener Skandal-Strafstoß vor zwei Wochen in Gundelfingen, der dem Gastgeber einen unverdienten 1:0-Sieg beschert hat.

Was ist geschehen?

In der 87. Minute, es steht 1:0 für Pipinsried, gerät ein Kotterner Spieler beim Versuch, in den Pipinsrieder Strafraum einzudringen, ins Straucheln. Nach kurzem Zögern eilt Bayernliga-Schiedsrichter Patrick Hanslbauer zum Assistenten an der Seite, um nach kurzer Rücksprache auf den Punkt zu deuten. Patrick Wachter lässt sich diese Chance nicht entgehen, er verwandelt den Elfmeter sicher zum 1:1-Endstand.

„Der Schiri hat auf gefährliches Spiel entschieden, wollte aber zunächst Freistoß gegen uns geben, weil unklar war, ob sich die Szene innerhalb oder außerhalb des Strafraums abgespielt hat“, erzählt Höß. „Der Kotterner Spieler hatte den Kopf so weit unten, dass Manfred Leidenbergers Abwehraktion unserer Meinung nach zu Unrecht als Foul gewertet wurde.“

Wenigstens ein Unentschieden

Doch mit etwas zeitlichem Abstand konnte dann auch Höß dem Unentschieden beim Tabellendritten etwas Positives abgewinnen: „Ich habe nach dem Gundelfingen-Match gesagt, dass wir es uns nicht leisten können, Punkte zu verschenken. Damals standen wir mit leeren Händen da, diesmal haben wir wenigstens einen Zähler mitgenommen – und der könnte in der Endabrechnung noch sehr wichtig werden.“

Nach dem Ausgleichtreffer des Gastgebers ging es so richtig rund im mit 370 Zuschauern gefüllten Duracher Kieswerkstadion. Zunächst hatte der Gast einige kritische Situationen zu überstehen, doch die größte Chance auf einen späten Siegtreffer hatte dann doch der FC Pipinsried. In der vierten Minute der Nachspielzeit verfehlte Michael Holzhammer nach einer Maßflanke von Qemajl Beqiri das Ziel „nur um einen Millimeter“ (O-Ton Höß).

Der vom Trainer-Duo Roland Baumgärtner und Jürgen Schäfer gut eingestellte FC Pipinsried trat in Kottern selbstbewusst auf, der jüngste 4:1-Sieg über Eichstätt hat dem Landesligisten aus dem Dachauer Hinterland sichtlich gut getan. „Die Aufgabenverteilung hat gestimmt, allerdings finde ich, dass Beqiri als Spielgestalter ein wenig zu weit vorne agiert hat“, so Höß, dem ein Spieler besonders gut gefallen hat: „Sebastian Hüttner hat auf der rechten Außenbahn sehr gut verteidigt, und auch der Rest unseres Abwehrverbundes hatte erstaunlich wenig Mühe mit den hochgelobten Kotterner Offensiv-Assen.“

So fühlt sich der FCP gut gerüstet für das nächste Schlagerspiel, denn am kommenden Sonntag, 3. April, gastiert der bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Unterföhring herangerückte Tabellenzweite SB DJK Rosenheim beim FC Pipinsried.

TSV Kottern . FC Pipinsried 1:1

TSV Kottern: Gruber, Mayr, Kristen, Erden, Eisenmann, Siegfanz, Geiger, Holweger, Wachter, Wiedemann, Yilmaz (74. Liebert)

FC Pipinsried: Adrianowytsch, Leidenberger, Beqiri, Baumgärtner,

Holzhammer, Schön, A. Kiourkas (85. Finkenzeller)

Steiner, Hüttner, Horky, Hanusch,

Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (TSV Altenberg)

Zuschauer: 370

Tore:

0:1 (68.) – Nach einen Pipinsrieder Blitzkombination

über Qemajl Beqiri und Dominik

Schön fackelt der am Strafraum stehende Manfred

Leidenberger nicht lange, aus der Drehung

zirkelt er das Spielgerät ins lange Eck.

1:1 (87.) – Patrick Wachter verwandelt einen von Manfred

Leidenberger verursachten, höchst umstrittenen

Foulelfmeter.

Quelle: fussball-vorort.de

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