Haching steckt tief in der Krise

Hachings Kapitän Stefan Riederer musste in Burghausen wegen einer Hüftverletzung ausgewechselt werden. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Haching steckt tief in der Krise. Neben der schwachen Punktausbeute aus den vergangenen Auswärtsspielen wird die junge Hachinger Mannschaft vom Verletzungspech heimgesucht.

von Robert M. Frank

Unterhaching – „Jetzt ist der Stegi auch noch draußen“, klagte Stefan Riederer. Hachings Torwart stand bei der Partie in Burghausen auf der Tartanbahn der Wacker-Arena. Kurz zuvor musste der Kapitän zusehen, wie Linksverteidiger Michael Stegmayer verletzt raus musste. Nur wenige Minuten zuvor hatte es Riederer selbst erwischt. Der Stammtorhüter war nach einem Zusammenprall mit einer Hüftverletzung ausgewechselt worden. Die Verletzungssorgen in der Defensive reißen einfach nicht ab. Nachdem in Burghausen mit den bereits länger verletzten Jonas Hummels, Patrick Ziegler, Michael Hefele und Alexander Buch einige Abwehrspieler fehlten, musste Trainer Heiko Herrlich die Viererkette erneut umstellen. Durch den Ausfall von Stegmayer, der wegen eines Muskelfaserrisses vermutlich länger ausfällt, muss sich der 39-Jährige für die nächste Partie gegen Saarbrücken in der Abwehrreihe wieder etwas Neues einfallen lassen. „Wir müssen jetzt improvisieren“, so Herrlich.

Mit seiner Improvisationskunst in Burghausen mit Kevin Hingerl auf der Rechtsverteidiger-Position war der Trainer zufrieden. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, sagte Herrlich über den A-Jugendspieler, der sein Profidebüt feierte.

Auch der für Riederer eingewechselte Korbinian Müller machte seine Sache bei seinem Drittliga-Debüt solide. An dem einen Gegentreffer, den sich der 20-Jährige nach seiner Einwechslung fing, konnte Müller wenig ausrichten.

Dennoch konnte die Hachinger Mannschaft – nach den Amateurklubs aus Bremen und Stuttgart das jüngste Team der Dritten Liga – gerade vor auswärtigem Publikum bisher noch nicht bestehen. Zu wenig halten die jungen Hachinger vor fremdem Publikum noch dagegen. „Die Mannschaft hat nach der Halbzeit schon Biss gezeigt“, sagte Herrlich, der zuletzt bei der Jahresversammlung des Vereins „mehr Hunger auf Siege“ eingefordert hatte.

Am Ende reichte es aber für die unerfahrene Truppe wieder mal nicht zu einem Punktgewinn auf fremdem Boden. Der Trainer musste zugeben: „Wir stoßen momentan an unsere Grenzen.“ Nach der sechsten Auswärtsniederlage – davon zuletzt fünf in Serie – muss die Spielvereinigung in der Tabelle wieder stärker nach unten als nach oben blicken, um den Abstiegsrängen nicht zu nahe zu kommen. Zwar sind es auf Platz drei weiterhin nur sieben Punkte, der Abstiegs-Relegationsplatz ist freilich mit sechs Zählern ebenfalls nicht mehr in allzu weiter Ferne. „Wir haben im Moment ein bisschen einen Hänger, aber wir haben immer noch mehr Punkte als vor der Saison gedacht“, sagte Herrlich.

Mit dem Punktesammeln sollten die Hachinger nun am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Saarbrücken schleunigst wieder beginnen. Ansonsten rutscht das Team erstmalig in diesem Jahr in Richtung Kellerregionen ab. Dann dürfte es für die sehr junge Unterhachinger Mannschaft schwer werden, im Abstiegskampf zu bestehen.

Herrlich hat im Moment aber ganz andere Probleme. „Wir müssen erst einmal schauen, wie wir nächste Woche eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen“, sagte der Unterhachinger Trainer besorgt.

Zumindest eine gute Nachricht für die verletzungsgeplagten Hachinger gibt es aus personeller Sicht mal wieder zu vermelden. Markus Schwabl, der in Burghausen seine Gelbsperre absaß, ist gegen Saarbrücken sicher wieder dabei.

Quelle: fussball-vorort.de

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