Wolfratshausen holt Punkt in Raisting

Neu-Farcheter gegen Ex-Farcheter: Wolfratshausens Aliou Sene (in Grün) ist hier einen Schritt eher am Ball als Raistings Ludwig Huber. Der frühere BCFKicker traf später noch den Pfosten.
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Neu-Farcheter gegen Ex-Farcheter: Wolfratshausens Aliou Sene (in Grün) ist hier einen Schritt eher am Ball als Raistings Ludwig Huber. Der frühere BCFKicker traf später noch den Pfosten.

BCF Wolfratshausen - Nach drei Punktspielen ohne Niederlage stellt Reiner Leitl seinen Kickern ein sehr ordentliches Zwischenzeugnis aus. Im Spiel gegen Raisting reichte es zu einem 1:1.

von Oliver Rabuser

Das Schiedsrichter- Gespann bekam vom BCF-Trainer nach dem Wolfratshauser 1:1 in Raisting jedoch ausnahmslos verheerende Zensuren.

Der Ärger über das Aufseher- Trio hatte sich auch am Folgetag nicht gelegt. Reiner Leitl war sauer, stinkig über die seiner Meinung nach „grenzwertige“ Spielleitung von Florian Kornblum und dessen Assistenten. „Das war eine Katastrophe“, unterstellte Leitl dem Chiemgauer Unparteiischen entgegen dessen eigentlicher Aufgabe Parteinahme zugunsten des Aufsteigers. „Der hat fast alles für Raisting gepfiffen.“

Epizentrum des Wuttirade war eine vermeintliche Regelwidrigkeit von Dominik Schubert gegen Korbinian Steigenberger nach einer halben Stunde. „Den Elfmeter darf er niemals pfeifen“, wetterte der 53-Jährige. Zwar verschoss Raistings Christoph Schmitt bei seinem Versuch aus elf Metern, doch nahm die augenscheinliche Überlegenheit der Flößerstädter ab diesem Zeitpunkt sukzessive ab. Wolfrathausen hatte die Partie im Anfangsstadium klar bestimmt. Früh stellte Christoph Hüttl nach einem Eckball auf 1:0, versäumte es aber beim nächsten Versuch nachzulegen.

„Ehe Raisting ins Laufen gekommen ist, hätten wir das Spiel in unsere Richtung bringen müssen“, bedauerte Leitl die verpassten Gelegenheiten. Nach Schmitts Fehlversuch war es dann Fabian Klingl, dem die Farcheter bei einem Standard nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Der Raistinger glich zum 1:1 aus. Kurz vor Klingls Treffer hatte Leitls Nervenkostüm die zweite Zerreißprobe zu überstehen: Michael Stoßberger riss Jakob Gerg im Sechzehner um. Die Aktion war klarer als Schuberts angebliches Foul zuvor, doch Kornblums Pfeife blieb stumm.

Ganz nach dem Geschmack der 800 Zuschauer – eine Anzahl, für die Farchet fünf Heimspiele benötigt. Als der Ex-Wolfratshauser Ludwig Huber noch den Pfosten traf, war Leitl froh, dass „wir so in die Pause gekommen sind“. Einmal schütteln und neu aus- und aufrichten, hieß es in der Kabine. Das klappte ganz gut. Der BCF und Raisting lieferten sich in der Folgezeit ein „richtiges Kampfspiel.“ Reiner Leitl echauffierte sich über einige „dreckige Fouls“ des ehemaligen Geretsrieders Martin Bachhuber. Und er trauerte der allerletzten Chance der Partie nach. Vinicius da Cunha startete einen Sololauf aufs SVRGehäuse, zielte aber am Ende etwas zu ungenau und verpasste so den Dreier für seine Farben.

Quelle: fussball-vorort.de

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