In der Offensive eine Schippe drauflegen

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Mehr Zug zum gegnerischen Tor erwartet BCF-Trainer Steffen Galm von seinen Mittelfeldspielern wie Vlado Kovac (re.), will man im heutigen Heimspiel gegen den FC Affing punkten.

BCF Wolfratshausen - Abstiegskampf, die nächste: Trotz nachgewiesener Auswärtsstärke des Gegners möchte sich der BCF Wolfratshausen am heutigen Samstag gegen Affing endlich mal wieder drei Punkte gutschreiben lassen.

Inzwischen ist es allen klar: Farchet spielt gegen den Abstieg – um nichts anderes. Vielleicht ein wenig mehr, als man es sich an der Kräuterstraße vor der Saison ausgemalt hatte. Aber da ahnte man schließlich nicht, welch personeller Aderlass Woche für Woche zu verkraften ist. Wie oft der Ballclub noch verliert und wer letztendlich auf dem Platz stand, es ist von nachranginger Bedeutung. Es zählt einzig und alleine, am Ende nicht Bestandteil der letzten drei, bestenfalls sogar der hinteren fünf Teams in der Bayernliga zu sein.

Nach jetzigem Sachstand freilich kein leichtes Unterfangen. Doch die Runde ist noch lang und spätestens im Winter vervollständigt sich der Kader wieder zu gewünschter Stärke. Momentan allerdings hält es Steffen Galm noch mit einer völlig profanen Notfall-Taktik: „Ich bin froh, wenn elf Leute auf dem Platz stehen, die Gas geben können.“ Dazu bräuchte man nicht eigens etwas „Neues zu erfinden“, stellt der BCF-Cheftrainer klar. Es gelte weiterhin das Credo, die „eigenen Fehler zu minimieren“. Zuletzt in Aichach habe das schon ganz gut geklappt. Der Punktgewinn stärkte Farchets Moral. Doch klar ist auch: Irgendwann muss wieder mal ein Sieg verbucht werden. Der letzte Dreier liegt bereits stattliche sechs Wochen zurück.

Was es zu verbessern gibt, darüber hat sich auch Galm Gedanken gemacht. Über die eher dürftige Torausbeute seiner Stürmer zum Beispiel. Der Coach räumt ein, auf Werner Schuhmann und Sebastian Pummer läge „zuviel Last“. Das Mittelfeld habe bislang als Unterstützungskommando kaum funktioniert. In der Vorwoche ist wenigstens Daniel Wildgruber durch eine Reihe von Torchancen aufgefallen. Jetzt sind die Kovac’, Harvankas und Duswalds gefragt. Natürlich müsse man sich vorne „erst einmal durchsetzen“, in allen Offensiv-Belangen eine „Schippe drauflegen“ und den „Gegner mehr beschäftigen“.

Die Affinger jedenfalls scheinen ihr Spiel bereits den Erfordernissen der Bayernliga angepasst zu haben. Als Bezirksoberligameister übersprang die Elf von Stefan Tutschka nach erfolgreicher Relegation die Landesliga und hat nach anfänglichen Schwierigkeiten mit zuletzt fünf Siegen aus sieben Spielen den Anschluss an das Mittelfeld mehr als nur hergestellt. Auffälligster Akteur der Schwaben ist Arthur Vogel. Der 29-Jährige traf bereits 14 Mal ins Schwarze. „Er hat einen Lauf“, konstatiert Galm, der im Tor wieder auf Franz Demmel setzt. Für den Kapitän spräche die Erfahrung. Gleichwohl merkt Galm an, Demmels Freibrief wäre nunmehr abgelaufen. Er müsse sich dem Konkurrenzkampf mit dem jungen Stefan Schwinghammer stellen, der seine zweiwöchige Vertretungszeit als tadellose Bewerbung für einen Stammplatz im Tor nutzte. Dass mit Sebastian Heid überdies eine Alternative für diverse Positionen zur Verfügung stellt, ist für die momentanen BCFVerhältnisse fast schon purer Luxus.

BCF Wolfratshausen

Demmel – Gillich, Hartmann, Schwinghammer, Reitter, Duswald, Kovac, Harvanka, Wildgruber, Pummer, Schuhmann – St. Schwinghammer, Kretzinger, Heid, Fischer.

Quelle: fussball-vorort.de

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