Wundenlecken beim FCP -Reisböck entschuldigt sich bei Höß

Gas geben trotz Hitze: Tobias Strobl (am Ball) und seine Mannen taten sich zuletzt gegen die Garchinger schwer – hier mit Philipp Könighoff (3.v.r.) und Florian De Prato.
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Gas geben trotz Hitze: Tobias Strobl (am Ball) und seine Mannen taten sich zuletzt gegen die Garchinger schwer – hier mit Philipp Könighoff (3.v.r.) und Florian De Prato.

FC Pipinsried - Wundenlecken in Pipinsried. Die 0:2-Pleite in Garching war auch gestern noch nicht verdaut. Konrad Höß will nun „schärfer hinschauen“, zumal es am Sonntag gegen seinen Lieblingsgegner FC Affing geht. Immerhin hat der FCP-Boss nun Frieden mit seinem 1865-Rivalen Richard Reisböck geschlossen.

Morgen um 17 Uhr liegt die Wahrheit für den FC Pipinsried auf dem Platz des FC Affing an der Frechholzhausener Straße vor den Toren der ostschwäbischen Gemeinde. Um Punkt 17 Uhr und nicht um 18 oder 19 Uhr, wie die Verantwortlichen des FC Affing vorgeschlagen haben. Der BFV hat den Vereinen angesichts der zu erwartenden Hitze eine Verschiebung nach hinten freigestellt.

Nachdem die Funktionäre beider Klubs in den vergangenen zwei Tagen mehrere Telefonate geführt hatten, beschloss Höß, einer Verlegung nicht zu zustimmen. Affings Trainer Stefan Tutschka hat dafür keinerlei Verständnis: „Am Sonntag liegen die Temperaturen wieder jenseits der 30 Grad. Dabei geht es immerhin um die Gesundheit der Spieler.“ Der Dorfclub-Zampano begründet seine Haltung: „Ob 17 Uhr, 18 Uhr oder 19 Uhr – es ist immer heiß.“ Höß selber wird – wie schon angekündigt – auch bei diesem Auswärtsspiel fehlen.

Dass er einen Sieg gegen die Affinger Lokalrivalen zur absoluten Pflicht erklärt, steht indes völlig außer Zweifel. Der FCP-Oberhäuptling meint sogar: „Hundert Prozent reichen nicht.“ Doch erst einmal werden heute die Wunden vom Mittwoch geleckt: Der Stachel der 0:2-Pleite in Garching sitzt tief. FCP-Spielertrainer Tobias Strobl bittet sein Team am Vormittag zum Abschlusstanz auf das Pipinsrieder Trainingsgelände und will dabei eruieren, warum seine Mannen und er in Garching eine Stunde lang keinen Fuß auf den Boden bekommen haben. Unmittelbar nach Spielschluss, mit dem ganzen Adrenalin und Zorn über die Niederlage in den Adern, wollte der junge Coach nichts von einer Überlegenheit der Garchinger wissen.

Gestern klang es bei Co- Trainer Helmut Drexler deutlich anders: „Uns hat genau die Aggressivität, der Einsatz und die Laufbereitschaft gefehlt, die den Gegner auszeichneten.“ Man müsse sich fragen, ob mancher Spieler die Gastgeber richtig ernst genommen habe, so der 53-Jährige weiter. Richtig ist ohne Zweifel, dass der Verein für Rasensportarten nicht über das bessere Spielermaterial verfügt als der Dorfclub (abgesehen vielleicht von Stefan Prunitsch), dafür aber deutlich effektiver organisiert und höher motiviert war. Das Affing- Match wird daher für die Gelb-Blauen zur Nagelprobe. Wobei die Nachbarn aus dem Wittelsbacher Land selbst unter gehörigem Druck stehen, wie FCA-Coach Tutschka unumwunden einräumt.

Einer 2:3-Auftaktniederlage (gegen Garching) folgte am Mittwoch ein 1:2 gegen den VfB Eichstätt. Beide Partien wurden in den Schlussminuten verloren. Zu allem Überfluss erlitt dabei der Affinger Innenverteidiger Alexander Thiel eine schwere Jochbeinprellung und steht morgen nicht zur Verfügung. Ebenso wenig wie Dennis Kaczmarczyk (Urlaub), Marc- Abdu Al-Jahjeh, Alexander Chetschik und Stephan Nießeler (alle verletzt). Und hinter dem angeschlagenen Marco Surauer steht noch ein Fragezeichen. Auf Pipinsrieder Seite ist der Einsatz von Dominik Schön mehr als zweifelhaft – der Augsburger hatte sich am Mittwoch beim Aufwärmen den Oberschenkel gezerrt.

Zudem ist Junis Ibrahim weiter verletzt. Immerhin darf Arthur Kubica wieder mitkicken – seine Sperre aus dem Pokalmatch gegen den TSV Gersthofen lief gestern ab. Ad acta gelegt hat FCPBoss Konrad Höß inzwischen auch seinen Disput mit seinem Amtskollegen vom TSV Dachau 1865, Richard Reisböck. Der Pipinsrieder Oberhäuptling berichtet: „Herr Reisböck hat sich über seinen Rechtsanwalt Jürgen Seidl (der FDP-Kreisrat – Anm. d. Red.) in aller Form bei mir entschuldigt. Das reicht mir, die Sache ist erledigt.“ Der Dachauer Vereinschef hatte Höß auf einer Pressekonferenz als Deppen bezeichnet (wir berichteten).

Quelle: fussball-vorort.de

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