Bayernliga noch lange nicht abgeschrieben

Höß fordert: "Zehn Punkte im November sind Pflicht"

Zwei für die Pipinsrieder Startelf: Alexander Uselmann (am Ball) verteidigt rechts hinten, Martin Finkenzeller (rechts) spielt auf der Doppel-Sechs. Foto: kra

FC Pipinsried - Mindestens zehn Punkte soll der FC Pipinsried Dorfclub laut Konrad Höß in den vier November-Spielen holen, drei davon möglichst schon am Sonntag um 14.30 Uhr beim SV Manching.

Das Team, der Trainer und ihr Boss scheinen auf einer Wellenlänge zu liegen. Nur ein paar „Alte“ sind unzufrieden. Eine fast schon besinnliche Friedensstimmung herrschte dieser Tage beim FC Pipinsried. Vereinsboss Konrad Höß war an Allerheiligen natürlich in der Kirche: „Ich habe zwei Rosenkränze gebetet, damit ich da oben freundlich empfangen werde“, berichtet der 71-Jährige und setzt ein schelmisches Lächeln auf.

Höß freut sich immer noch über den gelungenen 2:0-Auftritt seines Teams in Thannhausen und wünscht sich nun eine Fortsetzung: „Im November müssen wir wenigstens zehn Punkte holen, um unsere Minimalchance auf den Aufstieg zu wahren.“ Trotz seiner zuweilen gegenteiligen Beteuerungen ist klar: Der Pipinsrieder Oberhäuptling hat die Bayernliga noch lange nicht abgeschrieben. Daher hat er die Hürde hoch gelegt, denn im November heißen die Gegner SV Manching, TSV 1865 Dachau (H), TSV Ottobeuren (A) und FV Illertissen II (H).

In der Hinrunde gelang den Gelb-Blauen nur gegen Manching ein Sieg; gegen den Liga-Vorletzten Ottobeuren reichte es nur zu einem Remis. Die Dachauer und Illertisser fügten den Pipinsriedern sogar schmerzhafte Niederlagen zu. Doch das ist alles Schnee von gestern.

„Die Mannschaft hat inzwischen verstanden, wie wir agieren müssen“, ist sich FCP-Spielertrainer Tobias Strobl sicher. Mit der Leistung in Augsburgs westlichen Wäldern war er so zufrieden, dass am Sonntag mit keinen Umstellungen zu rechnen ist. „Martin Finkenzeller wird wieder neben mir auf der Sechs stehen“, berichtet Strobl und begründet: „Er sichert perfekt ab, wenn ich mit nach vorne gehe. Das hat mit Arthur Kubica nicht so geklappt.“

Alexander Uselmann verteidigt erneut hinten rechts, Fernando Ernesto bildet das Pendant auf der linken Seite. Der Angolaner möchte eigentlich lieber im Mittelfeld agieren. Worauf Strobl ihm klar machte: Sei froh, dass du überhaupt in der Startelf stehst. Denn der Konkurrenzkampf ist mittlerweile groß im Dorfclub-Kader. Zwei Altgediente sind ihm nun zum Opfer gefallen: Linksverteidiger Erkan Atilgan und Mittelfeldmotor Qemajl Beqiri. Wie man aus dem Vereinsumfeld hört, hat Strobl das Gespräch mit beiden gesucht und seine Maßnahmen begründet. Ob die beiden Routiniers sich ohne Murren in ihr Schicksal fügen, scheint indes fraglich.

Aus Manching hat Höß derweil verwirrende Signale empfangen: „Der Platz dort soll in einem sehr schlechten Zustand sein.“ Abteilungsleiter Cenker Oguz, ein ehemaliger Pipinsrieder, denke gar über eine Absage nach, so Höß weiter. Wobei man sich beim Tabellensiebzehnten immer noch euphorisch gibt ob des 2:1-Sieges in Ottobeuren vor 14 Tagen. Ein Erfolgserlebnis, auf das die Kicker von der Paarmündung sechs Wochen lang hatten warten müssen. kra

Quelle: fussball-vorort.de

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