Zwei Abstiegkämpfer

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Genoss den Derbysieg: FCI-Trainer Roman Grill

FC Unterföhring/FC Ismaning - Grill genoss den Sieg sichtlich, wollte aber noch nicht von der Wende sprechen. Walter Werner auf der anderen Seite traf diese Niederlage schwer.

„Unterföhring kann ich scheinbar am Besten“, sagte Roman Grill. Der Trainer des FC Ismaning ist seit Januar im Amt und hat seine drei wichtigsten Siege alle gegen den Nachbarn FC Unterföhring errungen. Zum Beginn seiner Arbeit siegte er in einem Testspiel, vor dem Neustart in der Bayernliga im Pokal und nun holte der FCI beim Auswärtsspiel zwei Kilometer südlich im siebten Spiel die ersten drei Punkte. Grill genoss den Sieg sichtlich, wollte aber noch nicht von der Wende sprechen. „Jetzt wissen die Spieler, wie es sich anfühlt, wenn man Punkte hat“, sagte Grill. Sein Team habe zuvor bei den sechs Niederlagen auch schon gute Partien gemacht. „Nur diesmal hatten wir das erste Mal in der Saison ein wenig Glück“, sagte Grill, der emotional wie nie zuvor an der Seitenlinie coachte.

Walter Werner auf der anderen Seite sahen die Zuschauer in der Pressekonferenz an, wie schwer ihn diese Niederlage traf. Er sprach von der Seuche an den Füßen und von taktischen Fehlern, die zu den Gegentoren führten. Vor allem aber wusste Werner, was die Uhr anzeigt: „Wir spielen jetzt gegen den Abstieg.“ Und dann folgte ein Satz, den nur Fußballer so sagen können: „Besser gegen den Abstieg spielen als um gar nichts.“ Beim FCU waren sich alle Spieler bewusst, dass sie im Derby enttäuscht hatten. So bewertete Andreas Faber das Spielniveau als „bodenlos“ und war bei den ersten Ursachenforschungen schnell in der Offensive angelangt: „Uns fehlt einfach die Torgeilheit.“ Sein Vater Franz Faber, Präsident des Clubs, nahm sich die Niederlage auch schwer zu Herzen: „Ich werde diese Nacht ganz schlecht schlafen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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