Ressortarchiv: SPORT

Schweden auf Spuren des Gold-Teams 1994

- Turin - Zwölf Jahre nach ihrem einzigen Olympiasieg greifen Schwedens Eishockey-Stars wieder nach Gold. Der siebenmalige Weltmeister setzte sich im Halbfinale von Turin 7:3 (2:1, 4:2, 1:0) gegen den aktuellen WM-Titelträger Tschechien durch und kann am Sonntag (14.05 Uhr) seinen Triumph von 1994 in Lillehammer wiederholen. Der Finalgegner wurde am Abend zwischen Russland und Finnland ermittelt. Das tschechische Starensemble um Jaromir Jagr muss dagegen mindestens weitere vier Jahre auf den zweiten Olympiasieg nach 1998 warten. Für den elfmaligen WM-Champion, der schon seine vierte Niederlage in Turin kassierte, geht es am Samstag (20.35 Uhr) nur noch um Bronze.
Schweden auf Spuren des Gold-Teams 1994

Sieg im Bruderduell besänftigt Boulevard

- Turin - Alois Hadamczik hat in Turin schon unangenehmere Gespräche geführt. An diesem Mittwochabend aber stand er in den Katakomben des Palasport Olimpico und plauderte mit einem Dutzend Journalisten. Er hatte viel Zeit, viel zu erzählen, also lehnte er sich an die Wand und machte es sich bequem. Hadamczik genoss den Abend. Die vorangegangenen waren weniger harmonisch verlaufen.
Sieg im Bruderduell besänftigt Boulevard

Eishockey: Aus für Kanada und USA

- Turin - Europas Eishockey-Teams haben den Nordamerikanern das schlechteste Abschneiden in ihrer Olympia-Geschichte zugefügt und spielen in Turin erstmals seit 30 Jahren die Medaillen unter sich aus. Russland schaltete am Mittwoch im Viertelfinale Olympiasieger Kanada mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) aus, Finnland schlug den OlympiaZweiten USA mit 4:3 (2:1, 2:1, 0:1).
Eishockey: Aus für Kanada und USA

Kein Einbruch - das ist der Fortschritt

- Turin - Spaß hat auch Franz Reindl in Turin gehabt. Einen "Riesenspaß" habe das Zuschauen sogar gemacht, versichert er den Bobfahrerinnen, die Gold gewonnen haben und aus Sestriere zum Turiner Teil der NOK-Pressekonferenz zugeschaltet sind. Die anderen Disziplinen holen die Medaillen, die Eishockeyspieler schauen zu, doch das war nicht anders zu erwarten. Der Sportdirektor des DEB wusste vorher, dass sich die eigenen Schützlinge auf einer anderen Ebene bewegen würden.
Kein Einbruch - das ist der Fortschritt

DEB-Team kämpft gegen Bedeutungslosigkeit

- Turin - Selbst viele treue Fans verweigerten die Gefolgschaft, die Fernsehzuschauer schalteten ab: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in Turin die Quittung für den Sturz in die Zweitklassigkeit und das vorzeitige Olympia-Aus bekommen. "Das ist schon brutal schmerzhaft", sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl am Mittwoch zum geringen Interesse an den deutschen Puckjägern. "Wenn wir nicht aufsteigen, haben wir ein Problem: Dann verschwinden wir in der Bedeutungslosigkeit."
DEB-Team kämpft gegen Bedeutungslosigkeit
Schweiz nach 3:3 Gruppen-Zweiter

Schweiz nach 3:3 Gruppen-Zweiter

- Turin - Die Schweizer Eishockey-Auswahl hat sich beim Olympia-Turnier in Turin den zweiten Platz in der Vorrundengruppe A gesichert. Den Eidgenossen genügte am Dienstag dafür ein glückliches 3:3 (2:1, 0:1, 1:1) gegen Italien.
Schweiz nach 3:3 Gruppen-Zweiter

Kanada wieder spitze

- Turin - Kanadas Olympiasieg langweilte auch die deutschen Eishockeyspielerinnen, doch nach dem spannungslosen Finale begann ihre verdiente Sause ins unbekannte Turiner Nachtleben. "Das hat uns wieder viele Türen geöffnet", sagte Kapitän Christina Oswald nach Rang fünf und der damit besten deutschen Olympia-Platzierung. Während die Kanadierinnen nach dem 4:1 über Schweden für das Heimspiel 2010 in Vancouver erneut alles auf Gold ausrichten, hoffen die DEB-Frauen zumindest auf den Erhalt der jetzigen Bedingungen.
Kanada wieder spitze

Kein Knipser - kein Viertelfinale

- Turin - Der Frust saß tief. "Am liebsten möchte ich alles zusammenschlagen", entfuhr es Kapitän Stefan Ustorf nach dem 2:2 (0:0, 1:2, 1:0) der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die Schweiz. Wieder hatte es nicht zum ersten Sieg gereicht, die letzte Chance auf das große Ziel Viertelfinale war verspielt.
Kein Knipser - kein Viertelfinale

Schweden sensationell im Finale

- Turin - Schweden hat für die bisher größte Sensation in der Geschichte des Frauen-Eishockeys gesorgt. Der Olympia- und WM-Dritte schaltete Weltmeister USA bei den Winterspielen in Turin am Freitag im Halbfinale aus und erreichte als erstes Team das Endspiel. Mit dem 3:2 (0:1, 2:1, 0:0) nach Verlängerung und Penaltyschießen verhinderten die Skandinavierinnen erstmals ein rein nordamerikanisches Endspiel bei einem großen Turnier.
Schweden sensationell im Finale

"Ungerecht bleibt es"

- Die Fernsehzuschauer in Deutschland haben vom Eishockey-Spiel gegen Kanada, das die ARD den Nachmittag über noch als abendfüllenden Klassiker angekündigt hatte, nicht viel mitbekommen. Am Donnerstagabend kam das erste Drittel teilweise live, doch nach dem 0:3-Rückstand änderte die ARD ihr Programm. Es wurde Eiskunstlauf gezeigt und dabei anfangs der Live-Charakter noch vorgegaukelt, obwohl die missratene Kür des einzigen Deutschen, Stefan Lindemann, da eine schon eine Konserve war, eine Stunde alt.
"Ungerecht bleibt es"

Schweizer Triumph gegen Tschechien

- Turin - Mit einem Sieg über Eishockey-Weltmeister Tschechien hat die Schweiz beim Olympia-Turnier in Turin für eine riesige Überraschung gesorgt und die deutsche Auswahl noch mehr unter Druck gesetzt. Die Eidgenossen gewannen am Donnerstag 3:2 (1:0, 1:1, 1:1) und steigerten ihre Aussichten auf den Viertelfinal-Einzug erheblich. Sie sind am Sonntag Gegner des deutschen Teams, das dann wohl unbedingt gewinnen muss.
Schweizer Triumph gegen Tschechien

Langzeit-Projekt für die nächste Generation

- Turin - Zum Frühstück gab es Kaffee und warme Worte. Es war der Morgen nach dem Spiel der deutschen Eishockey-Frauen gegen die USA, mit am Tisch saß die Herren-Nationalmannschaft. Man trifft sich nicht so oft, aber hier in Turin hatten sich die Wege schon am Vorabend gekreuzt, durchaus zur Freude der Männer, die nicht an Lob für die Leistung sparten. Die klare Niederlage tat nichts zur Sache. "0:5 gegen die USA, das ist ein Super-Ergebnis", sagt Christina Oswald. "das Beste, seit es in Deutschland Damen-Eishockey gibt".
Langzeit-Projekt für die nächste Generation

Die Deutschen hoffen vergeblich

- Turin - Wenn man den Weltmeister in seiner Gruppe hat, kann es nicht schaden, ihn möglichst früh zu treffen. Erst recht, wenn die Stars einen Transatlantik-Flug in den Knochen haben. Die Hoffnung der deutschen Außenseiter, dass die NHL-Spieler der tschechischen Eishockey-Nationalmannschaft nach ihrer späten Ankunft in Turin ein wenig müde ans Werk gehen würden, bekam tatsächlich ein Drittel lang Nahrung. Doch dann verflog sie auch bald wieder. Nach zwischenzeitlicher Führung verloren die Deutschen doch noch mit 1:4 (1:0, 0:2, 0:2). Heute bestreiten sie gegen Olympiasieger Kanada ihr zweites Spiel, die nötigen Punkte für das Viertelfinale aber müssen sie wohl am Wochenende gegen die Schweiz und Italien sammeln.
Die Deutschen hoffen vergeblich
1:4-Niederlage gegen Tschechien

1:4-Niederlage gegen Tschechien

- Turin - Den Weltmeister lange geärgert, aber die Eishockey-Sensation zum Olympia-Auftakt verpasst: Die dezimierte deutsche Nationalmannschaft hat trotz der 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)-Niederlage gegen Tschechien am Mittwoch die Hoffnung auf den Viertelfinal-Einzug in Turin genährt.
1:4-Niederlage gegen Tschechien

DEB-Frauen mit erstem Sieg

- Turin - Die deutschen Eishockey-Frauen haben ihren ersten Sieg bei den Olympischen Winterspielen verbucht und besitzen beste Chancen, zumindest den sechsten Platz von Salt Lake City zu wiederholen. Die DEB-Auswahl gewann am Dienstag 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) gegen die Schweiz und schloss die Vorrunde als Dritter der Gruppe B ab. Im ersten Spiel der Platzierungsrunde ist am Freitag Italien der Gegner. Mit einem weiteren Sieg würde das deutsche Team um Platz fünf spielen. Bei einem Testspiel gegen die Gastgeberinnen in der Vorwoche gab es einen 4:0-Sieg.
DEB-Frauen mit erstem Sieg

Wayne Gretzky auf Gold-Mission

- Turin - Zu Eishockey wurde Wayne Gretzky in den vergangenen Tagen wenig befragt. Seine angebliche Verstrickung in den Wettskandal in den USA war das Thema Nummer eins für "The Great One". In Turin soll sich das wieder ändern, wenn heute das Eishockey-Turnier mit den NHL-Stars beginnt - und damit Gretzkys erneute Gold-Mission.
Wayne Gretzky auf Gold-Mission

Kölzig und Schubert gelandet

- Turin - Ohne Eishockey-Haudegen Jan Benda startet die deutsche Nationalmannschaft in das Olympia-Abenteuer von Turin. Bundestrainer Uwe Krupp sortierte mit dem dreimaligen OlympiaTeilnehmer am Montag einen der erfahrensten Spieler aus und strich außerdem Lasse Kopitz und Marian Bazany aus seinem endgültigen, 23köpfigen Aufgebot. Während in Star-Torwart Olaf Kölzig und Verteidiger Christoph Schubert die ersten Nordamerika-Profis wohl behalten landeten, traten Benda, Kopitz und Bazany den Heimweg an. Das Trio soll sich zwar auf Abruf bereit halten, ist aber beim Olympia-Auftakt gegen Weltmeister Tschechien am Mittwoch nicht dabei.
Kölzig und Schubert gelandet

Olympia-Aus für Hecht nach Knieverletzung

- Buffalo/Turin - Mit einer Hiobsbotschaft und dem Ausfall von Jochen Hecht hat für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die letzte Olympia-Vorbereitungsphase begonnen. Der Nordamerika-Profi wird bei den Winterspielen in Turin fehlen, nachdem er sich am Donnerstag (Ortszeit) bei der 2:3-Heimniederlage mit den Buffalo Sabres gegen die Montréal Canadiens am Knie verletzte.
Olympia-Aus für Hecht nach Knieverletzung

Schlüsselspiel zum Start

- Turin - Bronze-Traum oder brave Trostrunde: Im allerersten olympischen Eishockeyspiel von Turin geht es für die deutschen Frauen am Samstag (13.00 Uhr) bereits um alles oder nichts. Mit einem Sieg über Favorit Finnland könnte der WM-Fünfte den Weg für den erstmaligen Einzug in das Halbfinale eines großen Turniers ebnen.
Schlüsselspiel zum Start

Ustorf: "Nerven liegen blank"

- Salzburg - So schnell, wie man das als Verlierer will, kamen die deutschen Eishockeyspieler nicht vom Eis. Sie mussten noch einige Minuten stehen bleiben und das österreichische Triumphprogramm mit anhören. Ehrung des besten Spielers des Matches, Ehrung des besten Spielers im abgelaufenen Kalenderjahr, und schließlich die österreichische Nationalhymne, obwohl die schon vor dem Spiel präsentiert worden war (und bei normalen Länderspielen ist es auch gänzlich unüblich, den Sieger nochmals musikalisch herauszustellen). Der Stadionsprecher in der Salzburger Eisarena proklamierte "Dritter Sieg gegen Deutschland seit der Wiedervereinigung" - Austria goutierte den 1:0-Erfolg.
Ustorf: "Nerven liegen blank"
Kampf um Olympia-Plätze

Kampf um Olympia-Plätze

- Salzburg - Die Olympia-Plätze in der deutschen EishockeyNationalmannschaft bleiben bis zur letzten Minute hart umkämpft. Gegen Österreich verhinderten aber auch Box-Einlagen die erste Niederlage für den neuen Bundestrainer Uwe Krupp nicht. "Gegen Österreich gibt es keine Freundschaftsspiele. Und bei einigen Spielern lagen die Nerven wegen Olympia-Nominierung blank", sagte Krupp nach dem gerechten 0:1 in Salzburg am Mittwochabend.
Kampf um Olympia-Plätze

"Abwarten, wer aus dem Flieger steigt"

- München - Uwe Krupp, der Eishockey-Bundestrainer, kann sich noch Zeit lassen mit der Olympia-Nominierung. Zwar hat er "eine Vorstellung, wie und mit wem wir in Turin spielen", doch erstes gestattet ihm das Reglement, damit bis zum Tag vor dem ersten Spiel (das ist am Mittwoch kommender Woche gegen Tschechien) zu warten, und zweitens ist Krupp klar, dass in der Zwischenzeit noch einiges passieren kann: "Ich will erst sehen, wer in Turin wirklich aus dem Flugzeug steigt. Ob wir aus der NHL sieben, fünf oder nur drei Spieler bekommen."
"Abwarten, wer aus dem Flieger steigt"

Sieg für Krupp bei Bundestrainer-Debüt

- Krefeld - Uwe Krupp hat einen erfolgreichen Einstand als Eishockey-Bundestrainer gefeiert. Zehn Tage vor dem ersten OlympiaSpiel gegen Weltmeister Tschechien siegte die DEB-Auswahl am Sonntag in Krefeld mit 5:3 (2:0, 1:2, 2:1) gegen die DEL All Stars. Im achten Vergleich gegen die besten Ausländer der Deutschen Eishockey-Liga war es bereits der siebte Erfolg für die Nationalmannschaft.
Sieg für Krupp bei Bundestrainer-Debüt

Mit zwei Kantersiegen nach Turin

- Albertville/Turin - Die deutschen Eishockey-Frauen haben mit zwei Kantersiegen gegen Frankreich das gewünschte Selbstvertrauen für ihren zweiten Olympia-Auftritt gesammelt. Dem 10:1 (3:0, 6:0, 1:1) vom Samstag ließ das DEB-Team am Sonntag ebenfalls in Albertville einen 9:0 (3:0, 3:0, 3:0)-Sieg folgen. Danach machte sich die Auswahl per Bus aus der Olympia-Stadt von 1992 auf den Weg Richtung Turin, wo am Abend der Einzug in das Olympische Dorf erfolgen sollte.
Mit zwei Kantersiegen nach Turin

Lust auf Prügel und Turin

- Turin/Duisburg - Wenn sich harte Eishockey-Cracks so richtig prügeln, dann ist Michaela Kiefer am liebsten mitten drin. "Finde ich klasse", sagt die Schiedsrichterin. Sie könne dann zeigen, "dass ich nicht nur was von Abseits versehe, sondern auch die Kraft habe, wütende Kerle auseinander zu reißen". Michaela Kiefer muss sich relativ häufig mit solchen Situationen befassen. Die 32 Jahre alte Duisburgerin pfeift normalerweise höherklassige Männerspiele bis zur 2. Liga. Weil sie ihre Aufgabe sehr souverän meistert, nominierte sie der Internationale Eishockey-Verband (IHF) vom 10. bis 26. Februar für das Frauen-Turnier bei den Olympischen Winterspielen in Turin. "Dort will ich ins Finale", meint sie selbstbewusst.
Lust auf Prügel und Turin