Schade, EHC!

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Brandon Dietrich erzielte eines der drei Tore für den EHC.

Mannheim - Aufsteiger EHC München ist zum Auftakt der DEL-Saison knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. Bei den Adler Mannheim hielten die Cracks aber so oder so hervorragend mit, mussten dann aber Lehrgeld bezahlen.

Schade, EHC! Bis zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit führten Münchens Kufencracks im ersten Saisonspiel sensationell mit 3:2 beim Meisterschaftsaspiranten Mannheimer Adler, bevor sie noch den Ausgleich hinnehmen mussten. In der Verlängerung fehlte dann die Kraft: Yannick Seidenberg gelang in der 64. Minute der 4:3-Siegtreffer für Mannheim.

Trainer Pat Cortina war danach bedient: „Es war ein schwieriges Spiel in einer schwierig zu spielenden Halle. Schwere Fehler werden in dieser Liga schnell bestraft. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir über 60 Minuten konzentriert spielen.“ Aber, das wird auch der Trainer so sehen: Der EHC wird in dieser Verfassung nicht chancenlos in die Saison gehen. Denn was Cortinas Team zeigte, das war über weite Teile stark - und daher  dürfen sich die Münchner Eishockeyfans auf das erste EHC-Heimspiel in der Olympiaeishalle gegen die Iserlohn Roosters (Sonntag, 19.05 Uhr, Sky live) freuen.

Julien erzielt erstes EHC-Tor

Nur 9 280 Zuschauer wollten den Saisonauftakt in der Kurpfalz sehen. Bereits im ersten Drittel schlug sich der EHC absolut achtbar. Dank Keeper Sebastian Elwing überstand der EHC die ersten Minuten ohne Gegentor. In der 13. Minute war Elwing dann allerdings geschlagen, als Matthias Plachta den Puck nach einem Schuss von James Pollock entscheidend abfälschte. Doch nur 23 Sekunden später erzielte der kanadische Neuzugang Stéphane Julien von den Kölner Haien bereits den Ausgleich - es war das erste Tor für den EHC in seiner DEL-Geschichte.

Die Münchner legten nun ihre Nervosität ab und wurden immer mutiger. Und das, obwohl sie noch eine 4:5-Unterzahlsituation nach Zwei-Minuten-Strafe für Julien überstehen mussten. Die erneute Führung für die Adler dann wie aus dem Nichts: Francois Methot spielte Seidenberg glänzend frei, der an EHC-Verteidiger Johan Ejdepalm vorbeizog und den Puck in den Winkel schlenzte (30.). München schaffte aber den erneuten Ausgleich. Die ganze Mannheimer Abwehr pennte, Brandon Dietrich traf aus der Distanz (39.). Schließlich erzielte Dylan Gygori sogar die 3:2-Führung, als er den Puck aus kurzer Distanz ins linke Eck schob (49.). Doch zwei Minuten vor Ende stand Mannheim-Stürmer Marcus Kink richtig - 3:3. So brachte die Verlängerung die Entscheidung zugunsten der Adler.

Einen Zwischenfall gab es im Mitteldrittel, als Adler-Torwart Fredrick Brathwaite den Puck bei einer Abwehr an den Kopf eines Zuschauers im Unterraum bugsierte. Der Fan wurde noch auf den Rängen behandelt und musste die Halle dann verlassen.

Alexander Schlögl

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