Adler Mannheim mit Rücken zur Wand

Teal Fowler steht mit den Adlern Mannheim mit dem Rücken zur Wand
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Teal Fowler steht mit den Adlern Mannheim mit dem Rücken zur Wand

Berlin - Adler Mannheim droht der passende Abschluss einer bisher verkorksten Eishockey-Saison: Das Viertelfinale findet bei der nächsten Pleite ohne den sechsmaligen deutschen Meister statt.

Wenn Mannheim an diesem Freitag (19.30 Uhr/Sky) nicht das zweite Vor-Playoff-Spiel gegen die Augsburger Panther gewinnt, wäre das der Fall. Während Mannheim nach dem sang- und klanglosen 1:4 am Mittwochabend in Augsburg mit dem Rücken zur Wand steht, hoffen die Kölner Haie nach dem unerwarteten 6:1 beim ERC Ingolstadt schon auf das Weiterkommen und einen Viertelfinal-Knüller gegen Meister Eisbären Berlin. Ein Gastspiel des Titelverteidigers würde weitere dringend benötigte Einnahmen in die leeren Kölner Kassen spülen.

Die teuersten Klubs der Welt

Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hat eine Liste mit den zehn wertvollsten Sport-Klubs der Welt erstellt. Als einziges Team aus der Bundesliga hat es der FC Bayern in die Top 10 geschafft. © dpa
Die Bayern mit Manager Uli Hoeneß sollen 887 Millionen Euro wert sein und rangieren damit auf Platz 10. © dpa
Platz 9: New York Jets (American Football, 938 Millionen Euro). © dpa
Platz 8: New York Giants (American Football, 948 Millionen Euro). © dpa
Platz 7: FC Arsenal mit Trainer Arsene Wenger (Fußball, 959 Millionen Euro). © dpa
Platz 6: Real Madrid (Fußball, 1,08 Milliarden Euro). Alleine Cristiano Ronaldo ist 94 Millionen Euro wert. © dpa
Platz 5: New England Patroits (American Football, 1,09 Milliarden Euro) mit Quarterback Tom Brady. © dpa
Platz 4: New York Yankees (Baseball, 1,2 Milliarden Euro). © dpa
Platz 3: Washington Redskins (American Football, 1,23 Milliarden Euro). © dpa
Platz 2: Dallas Cowboys (American Football, 1,32 Milliarden Euro). © dpa
Platz 1: Manchester United (Fußball, 1,5 Milliarden Euro). © dpa

Der selbst ernannte Eisbären-Jäger aus Mannheim wirkte nach der Pleite in Augsburg indes ratlos. “Wir sind nach einem guten Start schnell auseinandergefallen. Das passt zu unserer Situation in dieser Saison“, sagte Trainer Teal Fowler nach dem schwachen Auftritt seines Ensembles. Interimscoach Fowler könnte schon am Freitag zum letzten Mal als Chef an der Bande stehen, in der kommenden Saison soll der Ex-Mannheimer Harold Kreis die Adler auf Kurs bringen.

Der Augsburger Coach Larry Mitchell hat aus den Panthern dagegen eine schlagkräftige Truppe geformt, die dank eines Hattricks von Stürmer Tyler Beechey auch den Rückstand durch Ahren Spylo wegsteckte. “Nach den ersten Minuten, in denen wir nervös waren, haben wir das gemacht, was uns die gesamte Saison auszeichnet: Wir sind viel gelaufen, haben Druck ausgeübt und sind defensiv gut gestanden“, sagte Mitchell.

Der Deutsch-Kanadier gab sich vor der zweiten Partie aber ebenso zurückhaltend wie sein Kölner Trainer-Kollege Bill Stewart: “Das war der erste Schritt Richtung Viertelfinale, aber Freitag geht es wieder bei 0:0 los“, sagte Stewart, dessen Torwartwechsel voll aufging. Stewart vertraute anstelle des Schweizers Lars Weibel, der 48 der 56 Vorrundenspiele bestritten hatte, dem Ex-Iserlohner Norm Maracle. Stewart sah den 35-Jährigen anschließend als Matchwinner: “Er war der Unterschied.“ Ingolstadt, das am Sonntag durch das 1:3 daheim gegen Hannover den direkten Viertelfinal-Einzug verspielt hatte, kam mit dem Druck erneut nicht zurecht und kassierte bei eigener Überzahl zwei Gegentore binnen 32 Sekunden. Trainer Greg Thomson stellte frustriert fest: “Wir hatten die Hosen voll.“

dpa

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