Ärger wegen Fan-Choreo: "Derby ist kastriert"

+

München - Nach einem Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers, wird's am Freitag für den EHC in der Olyhalle rund gehen. Aus Sicht der Fans wird die Party beim Derby allerdings eher hüftsteif ausfallen – wegen einiger Sicherheitsbestimmungen.

Mit einem 2:4-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers hat sich der EHC München für das Derby am Freitag eingestimmt.

„Das Derby nervt uns langsam. Es ist kastriert“, sagt Fan Alexander Kuhnert. Dass die Fankurve aus Sicherheitsgründen geteilt werden musste, habe man noch geschluckt, auch, dass keine Sternwerfer angezündet werden dürfen. Doch nun haben viele Fans genug: Sie wollten eine Choreografie zeigen: den Schriftzug „München“, zusammengesetzt aus 5000 Blättern mit dem Maß 50x70 Zentimeter.

Kuhnerts Fan-Union Freaks legte der Feuerwehr extra ein Sicherheitskonzept vor, doch die pocht auf ein DinA3-Format. Das können sich die Freaks aber nach eigenen Angaben schlichtweg nicht leisten. Brandoberrat Peter Bachmeier: „A3 ist der maximale Spielraum. Sonst reicht eine kleine Zündquelle, um das Papier anzuzünden.“ Kuhnert sagt: „Theoretisch könnten auch die Stadionhefte, Trikots und Schals brennen. Theoretisch sollte jeder nackt kommen.“

Die Freaks haben die Choreografie abgeblasen. „Bei DinA3 würde die Aktion nicht mehr wirken“, so Kuhnert und die Blätter zu imprägnieren sei zu teuer. Kuhnert: „Gottseidank ist Singen noch nicht verboten.“

wim

Auch interessant

Meistgelesen

Andreas Schwarz im Team des Jahrzehnts der Tölzer Löwen
Andreas Schwarz im Team des Jahrzehnts der Tölzer Löwen

Kommentare