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Auf geht's, EHC: Sieg oder Sommerferien!

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Grant Lewis will ­heute zurück­schlagen © sampics / Stefan Matzke

München - "Das wird wieder ein heißer Tanz", sagt Alexander Barta. Der Top-Stürmer des EHC München redet vom Spiel am Freitag gegen Iserlohn.

Es ist Spiel drei der Serie (19.30 Uhr, Olympia-Eishalle), eine Partie um alles oder nichts, Sieg oder Sommerferien. Barta hofft für Freitag, „dass unsere Halle brennt und dass uns unsere Fans nach vorne peitschen. Dann können wir nachher gemeinsam feiern, dass wir im Viertelfinale sind.“ Das ist der Plan. Aber wie knüppelhart der Weg dahin wird, das zeigte die zweite Begegnung am Mittwochabend, die der EHC mit 2:3 verlor.

Es war ein Spiel, das richtig nach Playoffs roch: hartes Eishockey, feindselige Stimmung von den Tribünen. Los ging es mit harten Checks von beiden Lagern. „Iserlohn hatte mehr Biss in den ersten zwei Dritteln“, fand Fabio Carciola. Das heizte die Stimmung in der Eishalle am Seilersee nur noch mehr an. „Wir waren von der Kulisse beeindruckt, obwohl wir wussten, was auf uns zukommt“, gab Barta zu.

Der Stürmer-Star hatte wegen der Kulisse mit Fehlpfiffen der Schiedsrichter gerechnet, am Ende aber bescheinigte er den Offiziellen einen „ganz guten Job“. Kollege Darren Haydar sah das ganz anders. Es sprach von „einigen fragwürdigen Strafen“ – zum Beispiel die im Schlussabschnitt, gegen die er so meckerte, dass er zehn Minuten zusätzlich in der Kühlbox geparkt wurde. Ein Bärendienst für den EHC.

EHC verliert gegen Iserlohn: Bilder

EHC-Trainer Pierre Pagé fühlte sich gleich doppelt ungerecht behandelt. Zum einen, weil EHC-Goalie Mika Noronen zweimal bestraft wurde – und nicht die Iserlohner, die ihn angegangen hatten. Zum anderen kritisierte er, dass der Zeitstopper dem EHC bei jedem Bully zwei Sekunden gestohlen habe. „Unglaublich. Das ist nicht professionell! Das ist eine ernste Sache.“

Es kam ja wirklich auf die Sekunden an. Der EHC hatte in den Schlussminuten durch Nick Palmieri und Fabio Carciola von 0:3 auf 2:3 verkürzt und stürmte gegen die Festung vom Seilersee an. Aber „am Schluss wollte das Ding nicht rein“, sagte Kai Herpich gefrustet. Das Sturmtalent des EHC fasste damit in einem Satz die ganze Malaise zusammen.

Am Donnerstag galt für die EHCler: Wunden lecken, Kraft tanken, den „game plan“ noch einmal durchgehen – wie Haydar sagt: „Spiel zwei vergessen und spielen wie in den letzten 15 Minuten“. Sprich: Bereit sein für den Showdown am Freitagabend. Dann, wenn die Eishalle am Oberwiesenfeld brodeln wird!

wim

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