DEG im Aufwind: Dritter Sieg in Folge

Berlin - Ein drohendes Karnevalsverbot hat den Eishockey-Profis der DEG Metro Stars offenbar Beine gemacht. Die Düsseldorfer feierten beim 4:3-Auswärtserfolg nach Penaltyschießen bei den Hannover Scorpions den dritten Sieg in Folge und befinden sich in der Deutschen Eishockey Liga wieder im Aufwind. "Vielleicht war das die richtige Motivation", sagte Stürmer Klaus Kathan nach dem Sieg, der die Rheinländer mit 64 Punkten auf den Platz neun klettern ließ.

Nürnberg bleibt Spitzenreiter der Deutschen Eishockey Liga

Coach Lance Nethery hatte angekündigt, die freien Tage ab dem 2. Februar zu streichen, sollten nicht mindestens acht Punkte aus den verbleibenden vier Spielen geholt werden. Diese Marke wurde nun schon nach drei Partien erreicht. "Man sieht den Willen der Mannschaft", sagte Stürmer Patrick Reimer. Die Verantwortlichen glauben wieder ans Erreichen der Vor-Play-offs. "Das Team hat ordentlich gearbeitet. Deshalb hoffen wir auch gegen Nürnberg auf weitere Punkte", sagte Nethery mit Blick auf das Heimspiel am Freitag, 1. Februar, (19.30 Uhr) gegen den Tabellenführer.

Nürnberg untermauerte mit dem zwölften Heimsieg in Folge (3: 1 gegen die Iserlohn Roosters) seine gute Form und verteidigte erfolgreich mit einem Zähler (97 Punkte) Vorsprung seine Spitzenposition vor den Eisbären Berlin (5:2 bei den Krefelder Pinguinen/96). Dahinter blieben die Kölner Haie (89) durch den 6:2-Sieg beim EHC Wolfsburg Verfolger des Spitzenduos.

In Karnevalsstimmung sind die Haie derzeit jedoch nicht. Stattdessen äußerte Kölns Sportdirektor Rodion Pauels Kritik am Deutschen Eishockey Bund (DEB). Er wirft ihm vor, das 17-jährige Talent Jerome Flaake zu einem Wechsel in die kanadische Juniorenliga geraten zu haben, obwohl der Stürmer noch bis 2010 in Köln unter Vertrag steht. "Wenn das das Nachwuchskonzept des DEB ist, kann ich nur lachen", sagte Pauels. "Damit lenkt er von eigenen Versäumnissen ab." Bundestrainer Uwe Krupp wehrte sich: "Ich habe damit nichts zu tun." Sportlich unzufrieden war dagegen Trainer Doug Mason. Trotz des Sieges kritisierte er das Auftreten seiner Mannschaft: "Wolfsburg war uns kämpferisch überlegen."

Unterdessen fuhr Meister Adler Mannheim durch das 3:2 bei den Augsburger Panthern bereits den neunten Sieg in Serie ein, und die viertplatzierten Frankfurt Lions verbuchten einen 3:1-Erfolg über Schlusslicht Füchse Duisburg. Der ERC Ingolstadt kam zu einem 4:0 beim Vorletzten Straubing Tigers.

Quelle: Merkur.de

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