Bärenstarker EHC: „Es wird langsam unheimlich“

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Auch Jordan Webb hat für den EHC getroffen.

München - Ja ist denn heut schon Weihnachten? Drittes Spiel des DEL-Neulings EHC München – dritter bärenstarker Auftritt. Frei nach dem Motto „Wer hat noch nicht, wer will nochmal ein Tor schießen“ wurden die Straubing Tigers mit einem klaren Sieg heimgeschickt.

5:2 stand es am Ende für den EHC. Nach dem 5:2-Sieg am Freitag gegen Vizemeister Augsburg und dem großen Auftritt beim 1:2 (n.P.) gegen Meister Hannover am Sonntag legte die Mannschaft von Pat Cortina vor gut 1.800 Zuschauern los als wäre Play-Off-Zeit. Nach dem zweiten Drittel hieß es bereits 4:0, die Tore schossen Dave Reid, Brandon Dietrich, Jordan Webb. Sogar Jungspund und Vierte-Reihe Stürmer Philipp Quinlan war erfolgreich. Vor dem Schlussdrittel grinste EHC-Boss Jürgen Bochanski: „Es wird langsam unheimlich.“ In den letzten 20 Minuten kam Straubing in Überzahl auf 4:1 heran, doch im Gegenzug erzielte Ryan Ready das 5:1. Den Schlusspunkt setzte Florian Ondruschka mit dem 5:2 (54.). Straubing hatte im ersten Drittel zwei Chancen, im mittleren bei fünf gegen fünf keine einzige und auch die letzten 20 Minuten brachten sie es gerade mal auf eine Handvoll.

Womit der gute Münchner Testspielstart begründet werden kann? Vielleicht mit der Euphorie der Aufsteigermannschaft. Oder damit dass Straubing eine mittelmäßige DEL-Truppe hat. Oder vielleicht haben Pat Cortina und Manager Christian Winkler bei den Neuverpflichtungen und der Zusammenstellung der Reihen alles richtig gemacht Es wird sich in den nächsten Spielen zeigen. Möglich, dass es eine Mischung aus allen Gründen ist.

Fest steht: Es sieht, bis auf wenige Abstriche, schon alles sehr eingespielt aus. Zum Beispiel Verteidiger Kevin Lavallee: Er wagt sich gerne während eines Angriffs ins gegnerische Drittel. Und was macht Stürmer Dylan Gyori sogleich? Er sichert nach hinten ab. Ganz anders als in den Spielen in der Bundesliga, als die Verteidiger auf der blauen Linie wartend sofort den Rückwärtsgang bei Scheibenverlust einlegten. Ebenfalls erwähneswert war die Leistung beider Münchener Torhüter. Sebastian Elwing begann das Spiel, zeigte zwei starke Paraden und Joey Vollmer übernahm nach rund 30 Minuten. Ach ja, übrigens: Es ist noch nicht Weihnachten. Und vielleicht sieht dann alles ganz anders aus. Darum: Die Füße still halten, am Boden bleiben und nicht abheben.

Matthias Würfl

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