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Basti Schwele macht den Check: Wer könnte den EHC stoppen?

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Von: Lena Meyer

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Alle Blicke richten sich auf den EHC - die Münchner sind der Topfavorit auf den DEL-Titel. TV-Kommentator Basti Schwele nimmt die Konkurrenz unter die Lupe.
Alle Blicke richten sich auf den EHC - die Münchner sind der Topfavorit auf den DEL-Titel. TV-Kommentator Basti Schwele nimmt die Konkurrenz unter die Lupe. © fkn/GEPA Pictures

Wer soll den EHC Red Bull München auf dem Weg zum Titel-Hattrick stoppen? Die tz macht den Check mit Sport1-Kommentator Basti Schwele und stellt die DEL-Kontrahenten vor.

Das teuerste Team, den erfolgreichsten Trainer und zwei Meisterschaften in den vergangenen zwei Jahren – der EHC Red Bull München ist auch in diesem Jahr der Topfavorit auf den DEL-Titel. „Es ist immer gut, der Gejagte zu sein, denn das bedeutet, dass du zuvor erfolgreich warst“, sagt Stürmer Jason Jaffray, der mit den Münchnern am Freitag in Krefeld (19.30 Uhr Sport1, Telekom Sport) in die Mission erneute Titelverteidigung startet. Kapitän Michael Wolf gibt, auch im Hinblick auf Neuzugang Patrick Hager, zu: „Wir sind wahnsinnig gut besetzt.“ 

Wer also soll den EHC stoppen? Die tz macht den Check mit Sport1-Kommentator Basti Schwele.

Verfolger Nummer eins – Die Adler Mannheim: Es ist kein Geheimnis: Die Mannheimer gehören auch in diesem Jahr zu einem der größten Kontrahenten der Red Bulls. Schwele: „Die Mannheimer sind in den vergangenen Playoffs zwar überraschend früh ausgeschieden, trotzdem sehe ich sie in dieser Saison weit vorn.“ Und das aus einem guten Grund. „Die Verantwortlichen haben in diesem Sommer eine ähnliche Strategie gefahren wie die Verantwortlichen des EHC Red Bull München: Der Kern der Mannschaft wurde beibehalten und man hat sich punktuell verstärkt“, so der Experte und fügt hinzu: „Die Qualität des Team ist hoch. Von den Mannheimern ist einiges zu erwarten.“

Verfolger Nummer zwei – Die Eisbären Berlin: „Die Berliner gehören zu den Klubs mit der besten Organisation und haben daher jedes Jahr große Ambitionen. Man hat in der Vergangenheit sicher nicht alles richtig gemacht, aber durch den neuen Schulterschluss mit den LA Kings aus der NHL und der neuen Führungsriege wurde eine nötige Blutauffrischung im Kader vorgenommen. Dadurch ist die Qualität der Mannschaft wieder gestiegen“, sagt Schwele über den Halbfinalisten der vergangenen Saison. „Hinzu kommt, dass sie mit Uwe Krupp einen sehr guten Trainer haben. Sie gehören in dieser Saison für mich wieder zum Favoritenkreis.“

Uwe Krupp ist seit Dezember 2014 Trainer der Eisbären Berlin.
Uwe Krupp ist seit Dezember 2014 Trainer der Eisbären Berlin. © dpa

Verfolger Nummer drei – Grizzlys Wolfsburg: Mittlerweile sind die Wolfsburger zum ewigen Final-Herausforderer der Red Bulls geworden. Sowohl 2016 als auch 2017 gelang dem Team von Pavel Gross der Schritt in die Endserie, beide Male hatten sie das Nachsehen. „Pavel Gross gehört zu den besten Trainern der Liga“, sagt Schwele. „In den Finalspielen hatten sie dann allerdings nicht die nötige Tiefe im Kader, um München richtig zu fordern.“ Erschwerend kommen derzeit die vielen Verletzten vor Saisonstart hinzu.

Verfolger Nummer vier – die möglichen Überraschungsteams: „Auch mit den Augsburgern ist in dieser Saison wieder zu rechnen“, so Schwele. „Vielleicht nicht im direkten Kampf um den Titel – aber sie werden dem ein oder anderen Favoriten das Leben schwer machen.“ Denn auch die Augsburger setzten im Sommer größtenteils auf Kontinuität. „Man sieht, dass sich die Mannschaft versteht. Mir gefällt ihre Spielweise sehr gut.“ Auch die Düsseldorfer könnten laut Schwele zu einem Überraschungskandidaten werden. „Nach den verpassten Playoffs in der Vorsaison gab es bei der DEG ebenfalls einen Cut: Daniel Kreutzer hat seine Karriere beendet und sein Bruder Christoph wurde als Trainer abgesetzt – man darf dort also auf einen echten Neubeginn gespannt sein“, so der Sport1-Kommentator.

Lena Meyer

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