Macek der Matchwinner im Spitzen-Derby

EHC ringt Verfolger Nürnberg nieder und baut Tabellenführung aus

Voller Einsatz: EHC-Star Patrick Hager (l.) gegen Nürnbergs Yasin Ehliz
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Voller Einsatz: EHC-Star Patrick Hager (l.) gegen Nürnbergs Yasin Ehliz

Der EHC Red Bull München gewinnt das Derby gegen Nürnberg, distanziert die Franken und profitiert zusätzlich von einem bösen Patzer der Eisbären Berlin.

Halleluja, der EHC Red Bull München hat den Schwung aus den Olympiahallen-Spielen mitgenommen und Nürnberg im DEL-Topspiel niedergerungen. 4:3 (1:1, 1:1, 2:1) hieß es am Ende vor 6142 Zuschauern (darunter Nürnbergs Klubchef und Namensgeber Thomas Sabo) im damit in dieser Saison erstmals ausverkauften Olympia-Eisstadion. Der EHC bleibt somit nicht nur Spitzenreiter, sondern hat nun fünf Punkte Vorsprung auf die Franken und sieben auf Berlin, das überraschend mit 2:6 in Mannheim verlor.

Die Hausherren starteten mit viel Schwung in das Topspiel. Traf Mads Christensen nach neun Minuten noch den Pfosten, machte es der Kapitän zwei Minuten später besser. Bei doppelter Überzahl des EHC donnerte Michael Wolf die Scheibe nach Zuspiel von Jason Jaffray an Nürnberg-Keeper Andreas Jenike vorbei zum 1:0 ins Netz. Es war sein 315. DEL-Treffer. Ein Fehler von Maxi Kastner brachte aber die Franken zurück ins Spiel, der Stürmer stolperte und Eugen Alanov tunnelte den EHC-Keeper nach einem Alleingang zum Ausgleich (15.), es war sein Premierentor in der DEL.

Nürnberg dreht die Partie, dann dreht Macek auf

Abschnitt zwei gehörte dann aber den Nürnbergern, die folgerichtig das Spiel durch Petr Pohl drehten. Alanov hatte ihn mustergültig bedient, Aus den Birken konnte den Einschlag nicht verhindern (28.). Die souveräne Körpersprache in den Zweikämpfen ließen die Red Bulls im Mittelabschnitt zunächst vermissen, die Ice Tigers verpassten es aber ihre Führung auszubauen. Der Meister hingegen hat mit Brooks Macek einen Spezialisten für Treffer gegen Nürnberg im Kader, mit seinem 20. Saison-Tor erzielte er den wichtigen 2:2-Ausgleich vor der zweiten Pause (38.). „Das Momentum wechselt ständig“, sagte der Torschütze nach 40 Minuten.

EHC als Spitzenreiter in die Geburtstagswoche

Und sein Treffer ließ es auf Münchner Seite kippen, denn Jon Matsumoto brachte München nach nur 121 gespielten Sekunden in Überzahl im Schlussdrittel in Führung und Nürnberg-Spezialist Macek stellte die Partie wenig später auf 4:2 (45.). Alanaov verkürzte zwar noch einmal für die Gäste (55.), doch es sollte beim Münchner Erfolg bleiben.

Das nächste Spiel des EHC steigt bereits am kommenden Freitag, dann trifft der Meister nicht nur daheim auf die Düsseldorfer EG, sondern feiert im Olympia-Eisstadion seinen 20. Geburtstag.

Florian Weiß

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