Bereit zum heißen Tanz

- VON EDUARD HIEN Geretsried - Mit 2:0 Punkten führt das Geretsrieder Eishockeyteam in der Play-off-Viertelfinalserie gegen den ESC Dorfen vor dem heutigen zweiten Match. Diese glänzende Ausgangsposition haben sich die River Rats mit dem 7:0-Erfolg am Sonntag geschaffen. Ein Unentschieden würde dem TuS am heutigen Freitag um 20 Uhr genügen, um ins Halbfinale einzuziehen. Selbst bei einer Niederlage wäre noch nichts verloren: Dann würde es am Sonntag im dritten Aufeinandertreffen - wieder in Geretsried und möglicherweise mit Verlängerung und Penaltyschießen - um alles oder nichts gehen.<BR>

"Die Partie am Freitag wird ein heißer Tanz für uns, ein richtiger Play-off-Fight", ahnt Rudi Sternkopf. Der Geretsrieder Übungsleiter erwartet, dass die Gastgeber mit Vollgas - und nach der deutlichen Abfuhr mit Wut im Bauch - zur Sache gehen werden. "Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein. Es darf nicht passieren, dass wir erst nach den ersten drei oder vier Wechseln ins Spiel kommen", warnt der Coach vor dem Tabellensechsten der Hauptrunde, der mit dem Rücken zur Wand steht. <P>Natürlich trifft es die Truppe von Jan Smolko hart, dass mit dem gesperrten Hans Haider der zweitbeste Topscorer der Bayernliga ausfällt. Ein Stockfoul des Dorfener Spielmachers, das eine Verletzung von Jörg Zinnecker zur Folge hatte, ahndeten die Schiedsrichter am Sonntag mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe. Haider ist daher heute automatisch zum Zuschauen verurteilt. Möglicherweise nimmt Haiders Mittelstürmerposition in der zweiten Sturmreihe Eduard Seisenberger ein. Er würde dann neben dem Deutsch-Tschechen Patrice Dlugos und dem Ex-Erdinger Bastian Tengler angreifen. Eine andere torgefährliche Variante ergäbe sich mit der Formation Seisenberger und Dlugos zusammen mit Hans-Jörg Meier, Dorfens Top-Scorer der Saison 2002/2003. Egal, wie die Isenstädter ihren Angriff zusammenstellen - Rudi Sternkopf erwartet enorme Gegenwehr: "Wenn die Partie genauso eng wird wie in den ersten beiden Abschnitten am Sonntag, müssen wir in unserem Drittel noch disziplinierter spielen und die Positionen genau halten. Dann packen wir`s." <P>Allerdings kündigte Jan Smolko in der Pressekonferenz nach dem ersten Duell an, dass er "ein Rezept finden" werde, um dem TuS "das Leben so schwer wie möglich" zu machen. Der früher Dorfener Kontingentspieler setzt voll auf die Heimstärke seiner Schützlinge, die vor eigenem Publikum zum letzten Mal Anfang Dezember gegen Ligaprimus Landsberg verloren haben. <P>Um mangelnde Unterstützung brauchen den River Rats übrigens nicht bange zu sein. Der Schlachtenbummlerbus des Geretsrieder Eishockey-Fanclubs ist ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage haben zahlreiche weitere Interessierte bereits angekündigt, Fahrgemeinschaften zu bilden, um ihr Team heute in Dorfen stimmgewaltig zu unterstützen. <P></P>

Quelle: Merkur.de

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