Bochanski: "Die DEL dürfte froh sein, uns zu haben"

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EHC- Geschäftsführer Jürgen Bochanski

München - Aufsteiger EHC München mischt die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) auf. Nach dem ersten Viertel der Saison grüßen die Bayern von Platz eins der Tabelle.

Selbst die Rivalen sehen bereits Parallelen zum Siegeszug des FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga. “Der EHC ist wie Mainz: ein belebendes Element in der Liga“, meinte Trainer Toni Krinner von Meister Hannover Scorpions, der gegen die Münchner schon zweimal in der noch jungen Spielzeit das Nachsehen hatte - zuletzt am Sonntag in der Münchner Olympiahalle mit 0:3. “Mein größter Respekt vor dem, was hier aufgebaut wurde.“

Cortina misst der unerwarteten Spitzenplatzierung bei einem Blick auf das ausgeglichene Tabellenbild und das schwere Wochenend-Programm mit Auswärtsspielen in Krefeld und Wolfsburg wenig Bedeutung zu: “Die Jungs sollen sich über ihre guten Leistungen freuen und nicht über den Tabellenplatz.“ Er weiß - und das ist eine weitere Parallele zu Mainz 05 - dass seine Mannschaft in jedem Spiel ans Limit gehen muss, um gegen die eigentlich hochkarätiger eingeschätzte Konkurrenz bestehen zu können.

Zu knapp 60 Prozent besteht der Münchner Kader aus Spielern des Aufstiegsteams. Vielen Akteuren wie dem kleingewachsenen Martin Schymainski oder Martin Buchwieser wurde die DEL-Tauglichkeit abgesprochen. Beim 24-jährigen Schymainski, der sich in Krefeld, Duisburg, Iserlohn und Augsburg vergeblich versucht hatte, stehen bereits fünf Saisontreffer zu Buche. Seine Laufbahn erinnert an den Fußball-Jungstar Lewis Holtby, der ebenfalls einige Stationen benötigte, ehe er in Mainz sein Glück fand. Buchwieser, mit 21 Jahren ebenso noch ein Jungspund in der Branche, ist mit zehn Punkten drittbester Scorer des Teams und Liebling des Publikums.

Besonders für EHC-Geldgeber und Geschäftsführer Jürgen Bochanski ist der gute Saisonstart eine Genugtuung, nachdem seinem Club im Frühjahr von der DEL-Führung wegen angeblicher Fristversäumnisse die Spielberechtigung verweigert wurde. Der EHC zog vors Schiedsgericht und bekam in allen Punkten Recht. “Die DEL dürfte mittlerweile froh sein, uns zu haben“, sagt Bochanski.

dpa

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