Wochenende der Giganten!

EHC: Erst der Meister, dann Hans Zach

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Hans Zach hat in Mannheim das Ruder bereits übernommen

München - Der EHC München hat zwei Kracher vor der Brust. Zuerst kommt der Deutsche Meister, zwei Tage später folgt das Duell in Mannheim gegen Trainer-Legende Hans Zach.

Das neue Jahr beginnt für den EHC München kolossal: Am Freitag kommen die Eisbären Berlin in die Eishalle (19.30 Uhr), am Sonntag tritt der EHC bei Adler Mannheim an. Willkommen zum Wochenende der Giganten!

München, Mannheim und Berlin – das sind die drei Teams mit den teuersten Kadern der Liga. Mit Stars wie Darren Haydar, der nach seinem Intermezzo mit Team Canada beim Spengler-Cup wieder das Spiel des EHC gestaltet. Im Fokus vor dem Giganten-Wochenende allerdings: die Trainer. Denn alle drei Klubs liegen hinter den großen Erwartungen zurück.

Berlins Jeff Tomlinson steht in der Bringschuld – der Serienmeister kommt unter ihm einfach nicht in Fahrt. Zuletzt verloren die Eisbären gar bei Schlusslicht Düsseldorf. Auswärts sind die Berliner bisher zahm wie Kuschelbären: Dreimal erst gewannen sie in fremder Halle. Davon nur einmal gegen ein Team, das in der aktuellen Tabelle vor ihnen steht. München ist als Achter einen Rang besser.

„Ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt EHC-Topscorer Alex Barta über das Duell gegen seinen Heimatklub. „Die Berliner haben Probleme, aber sie sind nicht schlecht“, sagt EHC-Coach Pierre Pagé. Er verweist auf ihre Siegermentalität der letzten Jahre und sagt: „Das ist gefährlich!“ Zumal Tomlinson Erfolge braucht. Im Vorjahr wurde er übrigens nach einer Pleite in München bei Nürnberg vor die Tür gesetzt.

Apropos Trainerwechsel: Die Mannheimer haben noch zu Jahresende 2013 reagiert und Harry Kreis entlassen. Neuer Mann an der Bande: Hans Zach, der „Alpenvulkan“ aus Bad Tölz. Zach (64) gegen Pagé (65) – es wird das Duell der Trainer-Oldies. Beide stehen sie für harten Führungsstil und Titel.

Pagé setzt auf spektakuläres Offensivspiel. Zach dagegen ist – ein wenig zu Unrecht – als Defensiv-Fanatiker bekannt. In Mannheim hat er ein äußerst talentiertes Team mit Offensivpower zur Hand, das mit Rang sechs hinter den Erwartungen liegt. Der EHC will sich für das 0:9 beim letzten Spiel in Mannheim revanchieren und bringt per Sonderzug 500 Fans zur Unterstützung mit! Mit an Bord sind auch wieder Jochen Reimer & Co., nur hinter Grant Lewis steht noch ein Fragezeichen. „Wir müssen mit vier Reihen Volldampf geben“, sagt Stürmer Yannic Seidenberg über das erste Wochenende 2014. Dem Wochenende der Giganten.

wim

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