Eineinhalb Sekunden vor dem Penaltyschießen

Last-Minute-Derbysieg unterm Zeltdach! EHC ringt Nürnberg nieder

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Jon Matsumoto brachte den EHC nach zehn Minuten in Führung.

Was für ein Spiel! In der ausverkauften Olympiahalle ringt der EHC Red Bull München Spitzenreiter Nürnberg nieder. Das Tor fiel 1,5 Sekunden vor dem Ende der Overtime.

München - Der EHC Red Bull München hat einen Tag vor Silvester die schwarze Serie gegen Nürnberg brechen können und den ersten Sieg nach sechs Derbypleiten in Folge eingefahren. Der Meister gewann in der ausverkauften Olympiahalle mit 3:2 (1:1, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung, verpasste durch den Punktverlust aber den Sprung an die Tabellenspitze. Den Siegtreffer erzielte Brooks Macek 1,5 Sekunden vor dem Penaltyschießen, die Red Bulls rücken hinter Nürnberg auf Rang zwei vor.

Vor den 10.000 Zuschauern entwickelte sich ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte, auch wenn es nur wenige echte Torszenen zu bestaunen gab. Es brauchte die erste Powerplay-Situation, um das Eis zu brechen. Jon Matsumoto verwertete einen Traumpass von Keith Aucoin zur Münchner Führung. Diese sollte aber nur 38 Sekunden Bestand haben, dann rutschte die Scheibe zum 1:1 ins Netz, Torschütze war Taylor Aronson (beide 10.). „Unser Forecheck sieht gut aus, aber das geht noch besser“, meinte Matsumoto nach dem ersten Abschnitt.

Besser wurde der nicht, dafür aber die Gäste aus Franken stärker, sie entwickelten konstant mehr Gefahr vor dem Tor. Mitchell (22.), Segal (23.) und Pföderl (26.) ließen beste Chancen aus, ehe es nach 38 Minuten folgerichtig im Münchner Kasten schepperte. Brett Festerling schlenzte die Scheibe an David Leggio vorbei zum insgesamt verdienten 1:2.

Im Schlussdrittel kam der EHC mit Dampf aus den Katakomben, doch scheiterte der Meister zunächst immer wieder am stark parierenden Niklas Treutle, dem Ex-Münchner im Nürnberger Tor. Bei doppelter Unterzahl donnerte Yannic Seidenberg dann aber doch die Scheibe zum viel umjubelten Ausgleich unter die Latte (54.). Sekunden vor dem Ende rettete Leggio den EHC in die Overtime – der ersten bei einem EHC-Spiel unter dem Zeltdach überhaupt. Es dauerte bis zur letzten Sekunde, dann kam Macek und brachte die Halle zum Beben.

Am Dienstag steht das zweite Olympiahallen-Spiel des EHC an, dann gastiert Mannheim unter dem Zeltdach. Es gibt noch Tickets für diese Partie, Spiel drei gegen Berlin am 5. Januar ist ausverkauft.

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