Mit der Kraft des neuen Namens

München - Ganz zum Tagesgeschäft zurückgekehrt sind die Verantwortlichen des EHC noch nicht. Aber rund eine Woche nach der Rettung durch den Einstieg von Red Bull als Namensgeber und Hauptsponsor bastelt der DEL-Klub an seiner sportlichen Zukunft.

Jens Olsson, schwedischer Verteidiger, ist der erste Spieler, der nach der Rettung seinen Vertrag verlängerte. Und nun folgte die neu geschaffene Kooperation mit dem Oberligisten EC Peiting.

In Peiting ist künftig der bisherige EHC-Co-Trainer Peppi Heiß Chefcoach. „Mit Peppi haben wir einen perfekten sportlichen Draht. Er kennt unsere Philosophie“, ließ der angehende Geschäftsführer Christian Winkler aus dem Urlaub wissen. Die Folge: Münchens Förderlizenzspieler sollen fortan in Peiting zum Einsatz kommen. Dennis Schütt indes wird nicht mehr dazu gehören, er wechselt zum Peitinger Konkurrenten VER Selb.

Der scheidende Gesellschafter Jürgen Bochanski steigt auch als Geschäftsführer aus und steigt mit seiner Versicherungsfirma auch als Sponsor aus. Winkler und der bisherige kaufmännische Leiter Claus Gröbner werden dafür in die Geschäftsführung aufrücken. „Hand in Hand“ wolle das Duo die Geschicke lenken. Gröbner wird hauptsächlich für den finanziellen Bereich zuständig sein, Winkler für den sportlichen.

„Hand in Hand“ ist ein Begriff, den Gröbner gerne nutzt. Auch in Verbindung mit den Fans. Nicht alle sind glücklich mit dem neuen Hauptsponsor. So wird sich der „Siebte Mann e.V.“, der Aktionen wie die „Volle Halle“ und Auswärtsfahrten organisierte, auflösen. Andere Fanklubs hingegen haben sich mit dem neuen Namensgeber abgefunden. In München gebe es keine andere Möglichkeit für Spitzeneishockey, meint Robert Stöger von den „Eisheiligen“. Am 12. Juni lädt der Verein nun zu einem Fantreffen bei dem mögliche Missstimmungen ausgeräumt werden sollen.

Únd natürlich, so Gröbner, wolle man auch „Hand in Hand mit dem Olympiapark und Red Bull“ einen neuen Anlauf bei der Stadt wegen des dringend benötigten Hallenneubaus wagen. „Wir hoffen da auf die Sogwirkung unseres neuen Sponsors“, sagte Gröbner, der zusätzliche Geldgeber suchen muss. Die Einnahmen sollen gesteigert werden, sonst könnte das zunächst auf ein Jahr befristete Engagement von Red Bull schnell wieder vorbei sein: „Wir müssen zeigen, dass wir eine gute Perspektive haben."

von Jan Lüdeke

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