Viertes Halbfinal-Duell in der Hauptstadt

EHC-Power gegen den Berlin-Rausch

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Verleiht den Münchnern noch mehr Stärke:Steve Pinizzotto

Berlin - Halbfinal-Duell Nummer vier und das Ziel ist klar! Die Red Bulls wollen ihre Führung in der Best-of-Seven-Serie in Berlin auf 3:1 erhöhen. Warum die Chancen ziemlich gut stehen, erklärt TV-Experte Rick Goldmann.

Halbfinal-Duell Nummer vier und das Ziel ist klar! Die Red Bulls wollen Freitag Abend um 19.30 Uhr ihre Führung in der Best-of-Seven-Serie in Berlin auf 3:1 erhöhen. Denn damit hätte das Team von EHC-Chefcoach Don Jackson am Sonntag den Matchball – und das in der eigenen Halle!

Dass die Chancen darauf nicht allzu schlecht stehen, wird wohl jeder, der die Serie bisher verfolgt hat, zugeben. Nach der überraschenden Niederlage im ersten Duell haben die Münchner in Spiel zwei – auch dank der Rückkehr von EHC-Haudegen Steve Pinizzotto – ordentlich Fahrt aufgenommen. Rick Goldmann, TV-Experte bei Sport1 und telekomeishockey.de, zur tz: „Ich denke, dass sich das Ganze im zweiten Spiel in Berlin gedreht hat. Seitdem haben die Münchner an Härte aufgenommen und sich einen gewissen Schwung erspielt.“ Dieser Schwung erreichte in Spiel drei am vergangenen Dienstag seinen bisherigen Höhepunkt. Die Red Bulls fegten die Eisbären Berlin mit 5:1 vom Eis. „Die Mannschaft hat sich wieder eingespielt und profitiert von ihrer Tiefe“, so Goldmann. Für den Ex-Profi ist die Partie am Freitag die Vorentscheidung. „Wenn es den Berlinern nicht gelingt, dann noch einmal anzugreifen, wird es nahezu unmöglich für sie, die Serie noch zu drehen“, meint der Experte.

Das Hauptproblem der Hauptstädter (und damit ein weiterer Vorteil der Münchner) ist der Kraftfaktor. Die Berliner haben deutlich mehr Spiele in den Beinen: Nach den Pre-Playoffs erkämpften sich die Eisbären erst in Spiel sieben des Viertelfinals ein Weiterkommen. Die Euphorie darüber, die auch noch im ersten Duell der Halbfinalserie zu spüren war, hat im zweiten Spiel einen deutlichen Dämpfer bekommen. „Für Berlin war das ein Rückschlag. Der Rausch, in den sich die Eisbären gespielt hatten, hat sich nun etwas aufgelöst und das Team spürt stärker, wie kaputt es eigentlich ist“, meint Goldmann. Als Ex-Profi sieht er nun lediglich eine Möglichkeit: „Die Berliner müssen drei Dinge tun: vergessen, verdrängen und verzeihen. Das 1:5 im dritten Spiel muss vergessen werden, der Stand der Serie muss verdrängt werden und die gemachten Fehler müssen verziehen werden.“ Nur so könne es den Spielern gelingen, mental Kraft zu schöpfen und wieder gestärkt in die nächste Partie zu gehen, so der TV-Experte.

Einfach wird das allerdings nicht. Davon könnten die gestärkten Münchner profitieren. „Sie spielen derzeit einfach ein sehr gutes Eishockey und sind für mich der klare Favorit“, sagt Goldmann. Und genau das wollen die Red Bulls Freitag Abend bestätigen.

Lena Meyer

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