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Cortina: "Wollten nicht, dass die Saison so endet"

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Pat Cortina geht nun ganz zum DEB
Pat Cortina geht nun ganz zum DEB © sampics

Hamburg - "Wir hätten mehr verdient gehabt", sagt Trainer Pat Cortina nach dem bitteren Playoff-Aus in Hamburg. Und mehr verdient gehabt, das hätte auch Cortina selbst zum Abschied.

Denn das 1:2 war sein letztes Spiel als Coach des EHC München. Und so kämpfte Cortina am Ende sogar mit den Tränen. „Wir wollten sicherlich nicht, dass die Saison so endet“, sagte er.

Mit Saisonende des EHC wechselt der Italo-Kanadier wie geplant ganz zum Deutschen Eishockey-Bund und wird dort nun auch Sportlicher Leiter. Das Amt des Bundestrainers bekleidet er bereits seit September. Doch alle beim EHC hatten ihm einen schöneren Abschied gewünscht. Einen, der zu Cortinas siebenjähriger Amtszeit gepasst hätte.

Mit Pat kehrte nämlich 2006 der Erfolg zurück. Über allem thront die Saison 2009/2010, als der EHC den Pokal gewann und in die Deutsche Eishockey Liga aufstieg. Im ersten DEL-Jahr schaffte Cortinas Mannschaft dann zur Überraschung aller den Sprung in die Playoffs – er wurde gleich zum zweitbesten DEL-Trainer gewählt.In der Saison darauf lief es nicht, einige Führungsspieler zogen nicht mit. Trotz des Playoff-Aus stand Cortina aber nie ernsthaft zur Debatte. Das zeigt, dass zwischen Trainer, EHC und Umfeld Respekt vorhanden war und es auch menschlich passte. Bei seiner letzten Pressekonferenz hielt Cortina eine emotionale Abschiedsrede, bedankte sich bei seinem Trainerstab und den Verantwortlichen. „Ich werde diese Zeit nie vergessen! Danke für alles!“, sagte der Coach.

"Pat" steht NICHT für "Patrick"! Cortina im Mini-Porträt

„Bescheiden bleiben“ lautet sein Motto – und das verkörperte er. Cortina wuchs als Sohn italienischer Einwanderer in Montreal auf. Wenn ein Spieler im Training nicht alles gab, wurde Cortina zum Dolomiten-Vulkan, der dem EHC den großen Erfolg brachte.Sein Nachfolger tritt in große Fußstapfen. Sportlich wie menschlich. ­Servus, Pat!

wim

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