Cortina: "Dann wird's greislig"

Pat Cortinas EHC erlitt am Freitag eine 2:6-Pleite
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Pat Cortinas EHC erlitt am Freitag eine 2:6-Pleite

München - Pat Cortina, Trainer des EHC München, konnte am Freitag gar nicht anders, als seinem Kollegen Harold Kreis aus Mannheim uneingeschränkt recht zu geben. Die Lehren aus der Pleite:

Der sagte, nachdem sein Team einen 0:2-Rückstand in einen 6:2-Sieg umgebogen hatte: „Hockey ist ein hartes Spiel. Du musst bereit sein, einen gewissen Preis zu zahlen – egal ob du im Scheibenbesitz bist oder nicht. In der Offensive wie in der Defensive“, so die Worte von Kreis.

Und all das fehlte im Spiel der Münchner über zwei Drittel. „Es kann schon einmal passieren, dass eine Scheibe unglücklich von der Bande zurückspringt oder man dem Gegner einen Treffer sprichwörtlich auflegt. Was aber nicht passieren darf: Dass man einfach aufhört, Schlittschuh zu laufen. Und das nach den besten ersten 15 Minuten Eishockey, die wir diese Saison gespielt haben“, meinte Cortina. Und fügte an: „Wenn wir auf diesem Level spielen können, dann ist es gut, wenn nicht, dann wird es greislig.“

Unverständlicherweise waren es auch nicht nur Aussetzer von einzelnen Spielern oder Mannschaftsteilen. Nein, durch die Bank war ein Leistungseinbruch zu erkennen. Auch bei Torhüter Joey Vollmer. „Er muss definitiv besser werden. Er hat jetzt länger nicht gespielt und es waren viele Zuschauer in der Halle“, nahm ihn Cortina in Schutz. Ob er bald wieder eine Chance bekommt? „Die muss er sich verdienen, hier bekommt keiner was geschenkt“, so Cortina.

Der Trainer hat derzeit übrigens die Qual der Wahl – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Joey Vollmer war nach dem wenig glanzvollen Auftritt von Sebastian Elwing gegen Straubing ins Tor gekommen. Cortina: „Wir haben immer gesagt, dass wir beide Torhüter mit 100 Prozent ihrer Leistung brauchen – und das schaffen beide derzeit nicht.“

Allerdings wollte Cortina auch nicht den Schwarzen Peter seinen Torhütern zuschieben und erklärte: „Deswegen haben wir die Spiele nicht verloren. Man erkennt bei Fehlern eines Torhüters nur besser und schneller, dass etwas falsch läuft, als bei einem Feldspieler.“ Der große Fehler war jedoch für alle Zuschauer sichtbar. München schaltete einen Gang zurück, so Cortina. „Meine Spieler haben sich einfach zurückgelehnt und auf dem 2:0 ausgeruht.“

Die Quittung: das Abrutschen auf Platz acht in der Tabelle.

Patrick Malberg

Über das Spiel in Wolfsburg lesen Sie hier in Kürze.

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