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Derbe Derby-Pleite! EHC rutscht gegen Ingolstadt böse aus

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Von: Florian weiß

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Ingolstadts Thomas Greilinger bejubelt seinen Führungstreffer gegen die Red Bulls.
Ingolstadts Thomas Greilinger bejubelt seinen Führungstreffer gegen die Red Bulls. © GEPA Pictures

Was für eine Watschn für den EHC Red Bull München im ersten Heimspiel der neuen DEL-Saison. Ingolstadt nahm die Punkte verdient mit nach Hause.

So hatte sich der EHC Red Bull München den Start in die neue DEL-Saison nicht vorgestellt. Nach dem holprigen 3:2-Erfolg nach Verlängerung in Krefeld am Freitag unterlag der EHC am Sonntag zu Hause dem ERC Ingolstadt verdient mit 0:4 (0:0, 0:1, 0:3). „Ingolstadt hat verdient gewonnen. Wir haben es über 60 Minuten nicht geschafft, genügend Druck aufzubauen“, resümierte EHC-Trainer Don Jackson, der forderte: „Wir müssen härter kämpfen“. Nur zwei Punkte nach zwei Spielen – ein echter Fehlstart des Meisters, der seine Leistungen aus der Champions League nicht bestätigen konnte.

Vor 5410 Zuschauern in der gut besuchten Olympia-Eishalle begann der Meister mit mehr Spielwitz und Druck. Florian Kettemer (6.) scheiterte an Ingolstadts Keeper Jochen Reimer, Seidenberg verpasste die Führung mit seinem Schlenzer nur knapp (8.). Im Verlauf des ersten Abschnitts kamen die Gäste aber immer besser ins Spiel und erspielten sich nach dem ersten eigenen Powerplay ein kleines Übergewicht. Die größte Möglichkeit hatte Brett Olson in der 18. Minute.

Gleiches Bild im Mitteldrittel, die Zuschauer sahen ein insgesamt ausgeglichenes und temporeiches Derby, in dem Ingolstadt mehr Zug zum Tor zeigte. Thomas Greilinger staubte einen einen Abpraller von EHC-Keeper Danny aus den Birken eiskalt zum 0:1 ab (27.). In der Folge agierten die Hausherren in ihren Offensivbemühungen zu umständlich, der starke ERC hingegen stand defensiv sicher und setzte immer wieder gefährliche Angriffe. Aus den Birken bewahrte die Red Bulls gegen Gregory Mauldin (33.) und Kael Mouillerat (37.) vor einem höheren Rückstand.

Die Münchner kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, Patrick Hager setzte nach wenigen Sekunden den ersten gefährlichen Warnschuss ab, Markus Lauridsen und Daryl Boyle verpassten ebenso den Ausgleich (44.). Stattdessen stocherte Laurin Braun den Puck zum 0:2 über die Linie, der Treffer wurde nach Sichtung des Videobeweises anerkannt (48.). Jackson: „Das war aus unserer Sicht kein reguläres Tor. Es hat uns das Spiel gekostet.“ Seine Truppe mühte sich, doch die Scheibe wollte an diesem Nachmittag einfach nicht ins Tor. Stattdessen machte der ERC mit zwei Empty-Net-Toren durch Collins und Olson (beide 60.) alles klar. 

Für den EHC steht bereits am Donnerstag das nächste Spiel an, dann empfangen die Red Bulls Schwenningen am Oberwiesenfeld.

Florian Weiß

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