Konkurrenz schwächelt

Direkte Play-offs? EHC darf hoffen

Die direkte Play-Off-Qualifikation im Visier: Nicholas Palmieri (l.) und Daniel Sparre.

München - Der EHC RB München darf weiter auf Platz sechs und damit die direkte Playoff-Qualifikation hoffen. Der Rückstand auf Wolfsburg, Nürnberg und Mannheim ist aufholbar.

Das Team von Chefcoach ­Pierre Page hatte vor dem Sonntags-Spiel gegen Ingolstadt (bei Red.-Schluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) mit 67 Punkten sechs Zähler Rückstand auf Platz sechs. Den belegten die Wolfsburger, die am Freitag mit 2:4 in Schwenningen verloren. Auch Nürnberg (ebenfalls 73) und Mannheim (74) waren noch in Reichweite. Der Vorsprung auf den Elften, die Eisbären Berlin, betrug schon zehn Punkte.

Beim Berliner Gastspiel am Freitag in Iserlohn gab’s Auseinandersetzungen. Die Behörden haben 20 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das teilte der Sprecher der Bundespolizei, Volker Stall, mit. Laut Polizeiangaben seien Anhänger der Eisbären auf Polizisten losgegangen – die Berliner wehren sich allerdings gegen die einseitige Schuldzuweisung.

Es sei die Frage, „ob das Einschreiten von Bundespolizisten in voller Montur, mit Helm, Pfefferspray und Schlagstöcken in eine abgeschlossene Belehrung eines einzelnen, durch das Betreten von Gleisanlagen auffällig gewordenen Fans zu rechtfertigen sei“, heißt es in der Vereins-Erklärung.

Acht Berliner Fans seien verletzt worden, ein Mann habe mit einer Platzwunde im Krankenhaus behandelt werden müssen, hatte ein Polizeisprecher erklärt. Auf dem Weg zum Spiel wollten laut Polizei rund 50 Anhänger der Eisbären am Bahnhof eine Abkürzung über die Gleise nehmen. Daran wollten sie die Beamten hindern, woraufhin es zu Handgreiflichkeiten kam.

Auf dem Eis setzten die Eisbären mit 3:0 durch – es war der erste Sieg für den Meister nach fünf Niederlagen in Serie. Die Berliner bleiben im Rennen um einen Platz in den Vor-Playoffs. Allerdings müssen sie lange auf Frank Hördler verzichten. Der Verteidiger zog sich in Iserlohn einen Innenbandteilabriss im Knie zu. Dem Nationalspieler droht das frühzeitige Saisonende, falls sich die Berliner nicht für die Playoffs qualifizieren sollten.

An der Tabellenspitze schoben sich die Krefeld Pinguine vorübergehend auf Platz zwei. Der Klub vom Niederrhein gewann das Spitzenspiel bei den Adler Mannheim mit 4:2 und überholte die Kölner Haie, die überraschend mit 4:7 beim ERC Ingolstadt verloren.

Einen weiteren Abend zum Vergessen erlebte Schlusslicht Düsseldorf. Der achtmalige deutschte Meister ging in Nürnberg mit 0:8 unter...

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