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"Dominantes Eishockey": EHC zeigt Berlin die Grenzen auf

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EHC Redbull Muenchen vs Eisbaeren Berlin
Stets einen Schritt schneller: Yannic Seidenberg (vorne) räumt Berlins Jonas Müller (r.) aus dem Weg. © Christina Pahnke / sampics

München/Berlin - Im dritten DEL-Halbfinalspiel hat der EHC Red Bull München den Eisbären Berlin erstmals klar die Grenzen aufgezeigt. Reicht bei Berlin die Kraft für eine Wende?

Nach der Packung in München freute sich Eisbären-Profi Marcel Noebels auf den spiel- und trainingsfreien Donnerstag. "Da können wir den Kopf frei bekommen, mal abschalten", sagte der Nationalspieler, "und mal nicht an Eishockey denken." Vor allem das 1:5 im dritten Halbfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei Red Bull München wollten die Berliner am liebsten sofort aus ihren Köpfen streichen.

Die Eisbären waren bei der Machtdemonstration des Meisters am Dienstag von einer Verlegenheit in die nächste geschlittert und hatten Glück, dass München beim Stande von 5:0 im letzten Drittel mindestens einen Gang zurückschaltete. "Was halt so passiert, wenn man weiß, dass die Serie noch weitergeht", sagte EHC-Kapitän Michael Wolf fast schon entschuldigend: "Aber bis zum 5:0 haben wir sehr dominantes Eishockey gespielt."

Der Lohn: Die 2:1-Führung in der Serie best of seven, neues Selbstvertrauen und ein geknickter Gegner. "Sie sind besser im Powerplay. Sie sind besser im fünf gegen fünf. Jeder Fehler wird sofort bestraft", hatte Eisbären-Verteidiger Frank Hördler schon vor dem letzten Drittel mit ernster Miene festgestellt.

EHC Redbull Muenchen vs Eisbaeren Berlin
EHC-Crack Steve Pinizzotto startet durch (r.), Bruno Gervais auf dem Eis. © Christina Pahnke / sampics

Das Tempo, mit dem die vier nahezu ausgeglichen besetzten Angriffsreihen vor 6142 Fans in der ausverkauften Olympia-Eissporthalle aufs gegnerische Tor stürmten, war für die Berliner oft zu hoch. Man konnte den Eindruck bekommen, dass die Eisbären nach 13 kräfteraubenden Play-off-Spielen mit fünf Verlängerungen körperlich in einem Loch stecken.

Der DEL-Rekordmeister hielt dagegen, dass das Spiel anders verlaufen wäre, wenn man die zwei großen Chancen in den Anfangsminuten genutzt hätte. Doch Münchens Goalie Danny aus den Birken war zur Stelle - und nach dem ersten Gegentreffer durch den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Wolf in der sechsten Minute war bei Berlin die Luft raus.

Dass der Weg ins Finale ab jetzt ein Spaziergang wird, daran glaubt der Titelverteidiger aber nicht. "Für die Berliner heißt es jetzt fast schon alles oder nichts", sagte Stürmer Dominik Kahun mit Blick auf Spiel vier am Freitag (19.30 Uhr) in der Arena am Berliner Ostbahnhof: "Und wir wissen, wie stark sie zu Hause sind."

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SID

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